Bonjour
mes amis!
I
zapraszamy ponowie na moim blogu!
Vom
29.Mai bis zum 31.Mai habe ich mein letztes Wochenende in Boca Raton,
meiner Gaststadt in meinem Auslandsjahr 2014-2015, verbracht.
Vielleicht
kommt euch jetzt in den Sinn, weshalb ich genau diesen Satz so
geschrieben habe, wie er dort eben steht. Eigentlich macht man sich
ja keine Gedanken über irgendwelche Sätzen, aber dieser Satz hat
eben eine andere Bedeutung.
Leider
muss ich euch jetzt unglücklich machen. Ich weiß, es kommt nicht
gut, wenn man die schlechte Nachricht am Anfang sagt, aber zumindest
dann habt ihr es hinter euch. Falls es schlecht läuft, wird dies
hier mein vorvorletzter Post sein. Falls mein Internet aber in
Indiana funktioniert, werde ich mehrere Sachen auf meinen Blog
stellen.
Bevor
ich jedoch euch von meinem umwerfendem Wochenende erzähle, möchte
ich euch erst einmal wissen lassen, was in den nächsten Wochen genau
passieren wird, bevor dies auch noch mein letzter Eintrag wird, bevor
ich Zuhause bin. Was ich natürlich nicht hoffe!
In
meiner Schule habe ich gerade die Finals. Die Tests, die eben jeder
hier am Ende schreiben muss. Deshalb kann ich von Dienstag bis
Donnerstag ausschlafen, da die Schule um 10:30 Uhr anfängt und um
2:40 Uhr endet.
Donnerstag
ist somit auch mein letzter Schultag an der Spanish River High
School. Am Donnerstag nach der Schule werden meine Gastmutter, meine
Gastgeschwister und ich nach North Carolina fahren. Nebenbei werden
wir durch andere Staaten segeln. Am nächsten Dienstag, dem 09.Juni,
werden wir voraussichtlich nach Indiana fahren, wo meine Gasteltern
ein weiteres Haus besitzen. Die Sommer verbringen sie dort; es ist
nicht schwül, kochend heiß und anstrengend wie hier unten in
Florida. Mein Gastvater Steve ist heute mit all unseren Sachen nach
Indiana losgefahren. Deshalb sind alle meine Schränke bereits leer.
Ich habe nur noch ein paar Sachen in meinem kleinen Koffer für NC,
für die restlichen Schultage und das war es dann auch schon. Meine
Jacken, Promkleider und ebenfalls meine normale Kleidung ist bereits
in einem anderen Staat.
Nach
dem 09. Juni werde ich bin zum 28. Juni in Indiana bleiben. Am 28
fahre ich dann aus Kentucky nach New York. Die Nacht vom 29 bis zum
30 werde ich in einer Universität in NW verbringen und am 01. Juli
bin ich bereits wieder in Deutschland. Und dann kann ich auch sagen,
dass mein Traum nun zu meiner Vergangenheit gehört.
Und
jetzt zurück zu glücklichen Nachrichten!
Das
letzte Wochenende hier habe ich mit meinen Freunden verbracht, und
habe kaum geschlafen. So wie es sich eben für Übernachtungen
gehört.
Am
Freitag bin ich nach der Schule zu Lillian's Haus gegangen. Mein
ganzes Gepäck habe ich mit zur Schule genommen.
Hört
sich doch erst einmal nicht so spannend an. Alles kommt noch. Lillian
war an diesem Tag nicht in der Schule, sondern hat für ihre Tests
gelernt. Meine Gasteltern waren nicht da, deshalb musste ich ihren
Bus nehmen. Aber erst einmal musste ich ihren Bus überhaupt finden!
Nachdem
mich einer meiner Mitschüler in World History zu dem richtigen Bus
gebracht hatte, konnte mein weiteres Abenteuer beginnen. Ich sollte
an der dritten Haltestelle aussteigen. Aber weil ich eine Emilia bin,
bin ich an der zweiten Haltestelle ausgestiegen. Ich muss euch
nebenbei ein kleines Geheimnis verraten; mein Handy hatte kein Netz
und es hat nicht funktioniert. Ich hatte weder Lillian's Adresse,
noch konnte ich mich an ihr Haus erinnern, da alle Häuser in ihrer
Nachbarschaft gleich aussehen. Ich bin einfach über die Straße
gegangen, habe sie gesehen und nach fünf Minuten war ich in ihrem
Haus! Ich weiß. Mein Gespür für den richtigen Weg ist einfach
unglaublich. Nebenbei hatte ich auch noch eine Abkürzung zu ihrem
Haus gefunden, von welcher sie nicht einmal etwas wusste.
Da
das Wetter einfach an diesem Tag mitgespielt hat, sind wir
kurzfristig an den See gegangen und haben Photos geschossen.
Dabei
haben wir eine ältere Lady getroffen, die uns beiden die Augen
geöffnet hat. Eigentlich haben wir sie nur angesprochen, da ihr Hund
traumhaft aussah und die süßeste Schnauze hatte, die ich bisher
gesehen habe. Als Lillian zu ihr meinte, dass ich aus Deutschland
käme und eine Austauschschülerin wäre, hat die Dame große Augen
gemacht und sogar angefangen ein wenig Deutsch zu sprechen. Es war
kaum ein Satz, aber trotzdem wollten wir beide die Geschichte dazu
erfahren.
Als
junges Mädchen hatte die Dame eine Austauschschülerin in ihrer
Schule, welche auch aus Deutschland kam. Die beiden Mädchen wurden
Freunde. Nachdem die Austauschschülerin wieder in ihrem Heimatland
war, kam die Dame sie des Öfteren besuchen. Deshalb konnte sie also
auch ein ganz kleines bisschen Deutsch sprechen. Nach einiger Zeit
kam auch die Austauschschülerin zurück zu den Ort, an dem sie ihr
Jahr verbrachte. Am Ende landete sie als Au-Pair-Mädchen in einer
nah gelegenen Stadt. Das Austauschmädchen verliebte sich und
heiratete. Heute, nach 30 Jahren, leben die beiden Frauen weniger als
40 Minuten von einander entfernt und sind immer noch die besten
Freundinnen, die sie am Anfang ihrer Freundschaft geworden sind. Das
Austauschmädchen ist zurück gekommen und nie wieder gegangen.
Nachvollziehbar?
Ich glaube nur für Austauschis, oder?
Am
Abend haben wir dann noch Pizza gegessen und zwei Horrorfilme uns
angeschaut. Am nächsten Morgen bin ich dann mit ihr zu ihrer Kirche
gegangen und wir haben aufgeräumt. Nach einem leckeren Mittagessen
in Chipotle hat mich ihr Vater an meinem Haus abgesetzt.
Aber
Mädels, denkt ihr wirklich, dies ist mein Ende?
Nach einer Stunde, die ich Zu hause verbracht habe, um meine Tasche um zupacken, hat mich auch schon wieder Annie abgeholt, damit ich die Nacht bei ihr verbringen konnte.
Nach einer Stunde, die ich Zu hause verbracht habe, um meine Tasche um zupacken, hat mich auch schon wieder Annie abgeholt, damit ich die Nacht bei ihr verbringen konnte.
Zuerst
sind Annie, ihre Schwester und ihre Freundin, ihre Eltern und auch
ich zum Chinesen gefahren. Leute, ich habe an diesem Wochenende
mindestens 2 Kilo zugenommen. Der einzige Gedanke, der mich daran
hindert nicht auf Essen zu verzichten, ist, dass ich bald sowieso
Zu hause bin und alles abnehmen kann. Solange müsst ihr alle hoffen,
dass ihr mich am Flughafen wieder erkennt.
Im
Schoppingscenter haben wir uns noch einen Starbucks gegönnt, um
lange aufbleiben zu können. Während Annie's Schwester Grace und
dessen Freundin Jordan Kleider anprobiert haben, sind wir zu
„Pandora“ gegangen und haben uns Schmuck angeschaut. In ihrem
Haus angekommen sind wir Fahrrad gefahren und nachts in den Pool
gegangen.
Falls
einige von euch mich persönlich oder besser kennen... Ich habe Angst
vor Spinnen. Ich kann mich noch daran erinnern, als mich eine Spinne
in meinem Zimmer attackiert hat. Ich spreche Fakten! Es waren zwei
Tage, bevor ich in die Staaten reiste. Da ich normalerweise lange
aufbleibe, blieb ich auch an diesem Tag lange auf. Um 1 Uhr morgens
huschte dann ein gigantisches Monster über meinem Boden. Da ich aber
nicht schreien durfte, musste ich meinem Papa aufwecken, der
bereitwillig und voller Energie (okay, dieser Teil stimmt nicht
ganz), die Spinne zur Strecke bringen konnte.
Aber
dieses Vieh war aus einer anderen Dimension. Wir vier Mädchen
rannten kreischend zurück ins Haus, als wir es entdeckten. Nach
einer halben Stunde hatten wir genug Mut um es ebenfalls
umzubringen...
Nach
einem Mitternachtssnack sind wir dann doch zu Bett gegangen.
Jeden
Sonntag gehe ich mit meiner Gastfamilie in die evangelische Kirche.
An
diesem Sonntag bin ich mit Annie und ihrer Familie zum ersten Mal
wieder in die katholische Kirche gegangen.
Ach
du Kacke, habe ich mich gefreut! Zwar habe ich den Pfarrer nicht
verstanden, da sein chinesischer Akzent zu stark war, noch konnte ich
die Gebete aussprechen, oder wusste, was ich wann machen sollte, da
die Messe in den Staaten ein wenig anders abläuft als in
Deutschland, aber ich habe mich gefreut! Ich kann euch gar nicht
beschreiben, wie sehr ich mich darauf freue in meine alte Kirche zu
gehen. Es ist viel geordneter – vielleicht ist es auch strenger,
aber nach einem Jahr vermisst man eben alles ein kleines bisschen.
Nach
der Kirche kam dann natürlich... Ihr wisst genau was ich meine,
meine lieben Freunde. Worüber spreche ich immer, obwohl ich mich
immer wieder beschwere? Essen. Food.
Am
Sonntag, dem 31. Juni 2015 hatte ich den besten Burger meines Lebens.
Auf diesem Burger war alles – angefangen von Ei bis hinüber zum
Speck bis zu Zwiebeln. Alles war dabei. (Mir läuft jetzt schon das
Wasser im Mund zusammen.)
Nach
einem leckerem Eisnachtisch wurde ich dann auch wieder in meinem Haus
abgesetzt, wobei ich die letzten Stunden des Tages damit verbracht
habe meinen anderen Koffer zu packen.
Ich
werde versuchen meine letzten Einträge zu posten, falls es nicht
klappt, werde ich euch eben am Ende meines Auslandsjahres Bescheid
geben, was hier noch alles passiert ist und auf welche anderen
kleinen, unvergesslichen Momente ich eben getroffen bin.
In
Liebe, Emilia






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