„It's
gonna be a night (can't wait)
To remember (aw man)
Come on now, big fun (alright)
It's gonna be the night (I guess)
To last forever (lucky us)
We'll never ever ever forget“
To remember (aw man)
Come on now, big fun (alright)
It's gonna be the night (I guess)
To last forever (lucky us)
We'll never ever ever forget“
High
School Musical 3
„A
night to remember“
Hallo,
meine Lieben!
Vielleicht
könnt ihr euch noch an diesen Song erinnern, falls ihr damals auch
wie ich mit süßen 8 Jahren ein „High School Musical“-Fan
gewesen seid. Vielleicht könnt ihr euch auch an den dritten Teil der
Filme erinnern. Da ich mich wirklich lange nicht mehr gemeldet habe
(und hier kaum etwas los ist), möchte ich euch von der
unvergesslichsten und unglaublichsten Nacht eines High School
Student's detailliert berichten; The Prom.
Ich
habe mich nicht nur wegen der Kultur und der Sprache für die
vereinigten Staaten von Amerika entschieden. Ich wollte eine Sache
auf meiner Liste abhacken; auf den amerikanischen Abschlussball
gehen.
Genug
Filme kennt jeder, welche über dieses Thema handeln. Große
Erwartungen hat man doch sowieso, immerhin sprechen wir hier über
die USA. Was soll denn schon jemand erwarten? Eine kleine Party im
Keller eher nicht. Deshalb möchte ich euch gerne über in meinen
Prom, der am 11.04.2015 statt fand, einen Ausblick verschaffen.
Vielleicht werdet ihr diesen genauso genießen, wie ich es getan
habe.
Am
Donnerstag war ich aufgeregt. Nicht nur aufgeregt.
Ich
bin wie eine Durchgeknallte durch die Gänge meiner Schule gelaufen,
habe höchstwahrscheinlich mit mir selbst darüber gesprochen, wie
unglaublich es doch ist, dass ich auf den Ball gehen darf. Aufhören
zu lächeln konnte ich auch wirklich nicht. Meinen Freunden lag ich
stundenlang in den Ohren, dass es in 48 Stunden so weit sein würde.
Immerhin würde mein Traum war werden! Am Abend packte ich alle meine
Sachen zusammen. Wenn ihr mich doch nur gesehen hättet... meine
wichtigste Kleidung in die Tasche schmeißend bin ich durch das Haus
gehüpft und habe Freudenstänze aufgeführt. Wahrscheinlich kam auch
meine Gastfamilie zu dem Schluss, dass ich mehr als aufgeregt war.
Die Nacht vor dem Ball würde ich bei einer Freundin verbringen –
bei meinem Prom Date.
Da
ich in die 11. Klasse gehe, und somit kein Senior, sondern ein Junior
bin, konnte ich nicht alleine auf den Prom gehen. Einladen konnte ich
auch niemanden, da ich nicht wirklich viel mit Seniors zu tun habe.
Meine Freundin Veronica ist jedoch ein Senior. Da sie kein Date
hatte, nicht alleine gehen wollte, sondern mit jemanden, kamen wir zu
dem Schluss zusammen zu gehen. Wir kannten uns durch andere Freunde
und zusammen frühstücken in Dunkin Donuts waren wir auch. Unserem
„romantischen“ Rendezvous konnte nichts mehr im Wege stehen.
Doch
natürlich haben sich die Pläne fünf mal geändert, bis wir zu dem
richtigen Schluss kamen und einen Weg fanden, um alle unsere
Gastfamilien zu beruhigen. Während Steve in Indiana am Samstag sein
würde, würde der Rest meiner Gastfamilie an ihrem Abschiedsabend
ihrer CC-Homeschoolgroup teilnehmen. Außerdem wollte meine
Gastmutter nicht den weiten Weg auf sich nehmen.
Am
Donnerstag war ich schon aufgeregt gewesen, doch dies konnte man
nicht mit der Panik, Nervosität und Vorfreude am Freitag
vergleichen. Ich habe geschwitzt, gezittert und war am Realisieren,
dass ich wirklich auf den Prom 2015 gehen würde. Es war kein Gedanke
mehr. Es fühlte sich genauso an, bevor ich hierher gekommen war. Ich
wusste nicht, was mich erwarten würde. Sollte ich geschockt sein?
Erwartungen haben oder doch lieber auf meine eigenen Sinne hören?
Sollte ich darüber lesen, mich informieren, oder mich überraschen
lassen? Ich fuhr direkt nach der Schule nach Hause, schnappte mir
alle meine Sachen und meine Gastmutter brachte mich erneut zur
Schule. Ich würde zusammen mit Veronica zu ihr nach Coral Springs
fahren, das 30-50 Minuten entfernt lag. Ihre Gastmutter Mrs Martinez
ist Kunstlehrerin in Spanish River High. Die Nacht würde ich in
ihrem Haus verbringen, in welchem wir uns am nächsten Tag für den
Ball fertig machen würden. Spät am Abend gingen wir aus –
Abendessenszeit! Nach einem wundervollen mexikanischem Essen redeten
und besprachen wir noch unsere Make-up Ideen, Frisuren und unseren
Zeitplan, da wir am nächsten Morgen nicht ausschlafen konnten,
sondern zu einer Fashionshow gehen würden. Um 1 Uhr morgens gingen
wir doch ins Bett, nur im sicher zu stellen keine Augenringe zu
haben.
Samstag
war also der große Tag...
Doch
wo war meine Panik geblieben? Und genau dies schockte mich. Ich hatte
irgendwie keine Angst mehr. Keine Angst, dass meine Frisur nicht
sitzen würde, mein Kleid verrutschte, oder gar nicht passte, dass
ich in meinen Stöckelschuhen wie eine Ganz herumlief. Vielleicht war
ich einfach nur zu müde gewesen, um darüber nachzudenken.
Nachdem
wir die Fashionshow überstanden hatten, das Thema war nebenbei „Stay
Green“ (Umweltschutz) gewesen, wurde die Zeit jedoch knapp.
Wir
beide – Veronica und ich – hatten Angst zu spät zu sein. Und
somit unseren Ball zu versäumen. Auf dem Weg zu ihr nach Hause fuhr
ihre Gastmutter die kürzeren Wege entlang. Doch dann musste sie
tanken und wir warteten gefühlte 30 Minuten auf sie. Danach fuhren
wir weiter, wo wir auf die nächste Problemstelle ankamen; die Straße
war gesperrt, da am Abend eine Kunstausstellung in Delray stattfinden
sollte, wo auch unserer Prom angekündigt war. Um 15 Uhr kamen wir
schließlich am Haus an, um uns endlich – endlich – fertig zu
machen.
Das
erste, was wir taten, waren unsere Haare. Meine ursprüngliche Idee
war es meine Haare zu glätten und sie an den Spitzen zu locken.
Schlicht und einfach. Das Kleid sollte im Vordergrund stehen. Doch da
Mrs Martinez als Friseurin gearbeitet hatte, hat sie einfach unsere
Haare gemacht. Kostenlos! Danach kam das Make up und am Ende als
kommender Schluss; das Abendkleid.
Um 6
Uhr am Abend brachte uns Mrs Martinez schließlich zu Sarah, einer
Freundin von Veronica. Dort angekommen habe ich nicht schlecht über
die anderen Kleider der Mädels gestaunt. Ausgegeben haben sie auf
jeden Fall viel Geld, das muss ich zugeben. Auch mit den Frisuren
haben sie nichts außer Acht gelassen. Manche von ihnen hatten eine
männliche Begleitung, während vier von uns Mädels mit keinem
Jungen zum Prom gingen. Um 19 Uhr kam dann endlich auch unser Taxi –
unsere Limousine.
Genau
dann fing mein Zittern, meine Aufregung wieder an.
Ich
glaube, als ich in der schwarzen Limousine saß, die wiederum auch
ein Geschenk war, da ich ein weiteres Mal nichts bezahlen musste,
habe ich realisiert, was ich dort eigentlich tat. Ich fuhr in einem
rosaroten Ballkleid in einer schwarzen Limousine zu einem
Abschlussball in Florida. Irgendwie hört sich dieser Satz bis heute
nicht wirklich, real, für mich an. Vor Allem wenn man ihn auch
ausspricht! Es ist, als wäre diese Story aus einem Buch genommen und
irgendwo zwischen die Geschichte meines Auslandsjahres geschmissen
worden. Aber es war real und genau dies machte mich so
unbeschreiblich glücklich.
Wieso?
Wenn deine Träume zur Realität werden, weißt du, dass du
irgendetwas im Leben gut gemacht hast. Ich weiß nicht, was ich
angestellt habe, aber irgendwie ist doch etwas Gutes dabei
herausgekommen, findet ihr nicht?
Als
die Limo dann am Marriott Hotel in Delray ankam, waren wir nicht die
Ersten gewesen. Größere Limos rollten langsam in den Parkplatz.
Boca eben. Nur das Beste wird für die Schüler bestellt und mehr als
nur ein wenig Geld wird ausgegeben. Das Promticket allein hat 100$
gekostet. Normalerweise, da Männer Gentlemen sind und ihre
Freundinnen glücklich machen möchten, wird fast alles von ihnen
bezahlt. Das Essen, die Fahrt, das Ticket, die Blumen.
Bevor
man in den Saal gehen konnte, wurde man aufgefordert das Ticket und
die ID Karte zu präsentieren, damit man sicherstellte, dass man auch
wirklich der war, für den man sich ausgab. Danach ging man durch
diesen Kasten, durch den man auch auf den Flughäfen geht – um
sicherzustellen, dass man auch keinen Alkohol, Waffen, Bomben oder
Drogen bei sich trägt. Die Tasche wurde durchsucht. Amerika eben.
Das
Thema des diesjährigen Prom war „Traveling“ gewesen. Reisen.
Passt doch zu einer Austauschschülerin, oder?
Das
Essen war wohlgemerkt auch unglaublich! Ja, ich liebe es. Ich gebe es
zu. Auch wenn man am Ende nicht mehr in die alten Jeans passt; das
Essen hier ist so gut, dass man am Liebsten nur darin schwimmen
könnte. Die Auswahl bestand zwischen amerikanischen Mini-Burgern,
verschiedenen Salatsorten, Chips, chinesischem Essen und
brasilianischem. Von der Decke hingen Flaggen, auf den Wänden waren
verschiedene Dekorationen zu verschiedenen Ländern aufgestellt
worden. Der DJ spielte laute Musik, während nur wenige Menschen sich
auf der Tanzfläche bewegten. Überall standen runde, große Tische
mit Kugeln, die die Erde darstellen sollten. Durch Lichtspiele
verwandelte sich der Saal zu einem Mix aus Blau und Grün – die
Farben der Welt.
Und
die Menschen!
Wie
ich schon zuvor erwähnt habe, haben die Mädels Millionen an Dollar
ausgeben um für ihren Abend perfekt auszusehen. Das haben sie mit
100% hinbekommen. Während die Mädels in langen Abendkleidern in den
verschiedensten Farben glänzten, stachen die Männer mit schwarzen
Anzügen hervor. Das Ausgeben an Geld hat sich für diesen Abend
gelohnt. Bereut habe ich nichts. Rein gar nichts.
Auch
nicht, dass Veronika und ich die Letzten waren, die auf der
Tanzfläche getanzt haben. Es war uns egal, was der Rest der
Menschheit von uns an diesem Abend dachte. Falls ihr euch jetzt
bestimmt fragt, meine lieben Freunde, weshalb. Ich kann euch eine
einfache, spontane, überdachte Antwort geben. Obwohl meine Füße
bis zum Anschlag schmerzten, ich vor lauter Musik nichts mehr hören
konnte und immer wieder meinen Freunden in die Ohren schreien musste,
obwohl ich am nächsten Morgen wahrscheinlich wie ein Vampir
ausgesehen habe, war es mein Abend gewesen. Der Abend, auf den ich
mich seid meiner Ankunft gefreut hatte. Es war der Prom 2015, an dem
ich als eine Austauschschülerin teilgenommen habe. Es kann ein
Klischee sein, aber es ist mir egal. Denn ich habe auf diesen Abend,
an welchem ich in diesem wundervollen Kleid tanzen würde, gewartet.
Und es wäre eine Schande gewesen mich nicht zu freuen!
Ich
kann es nun zugeben, es ist ein Teil von mir, von meiner Erfahrung
und von meinem Abenteuer. Es war mein Abend gewesen zu tanzen, zu
feiern, die Musik zu hören, die Zukunft für kurze Augenblicke zu
vergessen. Es war ein kleiner Teil von einem Film, von Disney, von
einem Buch, von einem Lied. An diesem Abend war es mir egal, was sein
würde, wenn ich wieder in Deutschland bin, was geschehen wird, denn
ich war wirklich hier. Für mich war es ein Beweis, dass ich nicht
träume. An diesem Abend hat nur das Eine gezäht; das HIER und
JETZT.
Während
viele der Schüler mit ihren Freundinnen oder Freunden im Hotel
blieben, oder auf eine After-Prom-Party gingen, mussten Veronica und
ich nach Hause gehen. Im Hotel zu bleiben war keine Option, da es zu
viel kosten würde. Und eine After-Prom-Party? Wenn man sich
vielleicht betrinken möchte, um dann anschließend von der Polizei
nach Hause gebracht zu werden, dann ja. Wenn man doch lieber den Rest
seines Austausches genießen will, und nicht nach Hause geschickt
werden möchte, dann nein. Da Veronica, obwohl sie ein Senior ist,
und ich nicht viele Seniors kannten, war es auch schlechthin
irgendwie nicht möglich bei einer Freundin zu übernachten. Am
nächsten Morgen wären wir wahrscheinlich sowieso im Stehen wieder
eingeschlafen.
Die
Nacht und den Ball haben wir trotzdem genossen! Immerhin wird diese
Nacht zu den Unvergesslichsten gehören.
Mit
lieben Grüßen, Emilia
P.s.:
Nur noch 78 Tage, dann könnt ihr mich wieder in die Arme schließen!
:)



