Sonntag, 31. August 2014

Richie Rich rich!

„Money, money, money
Must be funny
In the rich man's world
Money, money, money
Always sunny
In the rich man's world“
                                                                      ABBA



Es tut mir Leid, dass ich schon früher nichts gepostet habe! Ich bin hier ziemlich im Stress die letzte Woche gewesen wegen der Schule. Ich versuche so bald wie möglich die neuen Beiträge hochzustellen, sobald ihr diesen neuen Artikel gelesen habt. :)
Natürlich verrate ich nicht, um was es geht.
Wie ihr sieht handelt mein heutiger Bericht von Geld.

Am Samstagmorgen um 7.30 Uhr hat mich meine kleine Gastschwester aufgeweckt. Meine Gastfamilie und ich würden an diesem Morgen außer Haus frühstücken. In den nächsten fünfzehn Minuten meines Lebens bin ich wie von einer Wespe gestochen durch das Bungalow gesprintet und habe alle meine nötigen Sachen zusammengesamelt. Debbie und Steve waren mit Freunden verabredet in einem Bagel laden. Bagels sind runde Brötchen mit einem Loch in der Mitte. Mit Ei, Schinken und Käse serviert sind sie das Beste, was ich bisher in den Staaten gegessen habe! Ich liebe diese Dinger! Ich bin total verrückt nach ihnen, wenn ich ehrlich sein soll. Das Brötchen schmeckt ganz anders als in Deutschland und es gibt verschieden Variationen. Süß, knusprig, herzhaft, scharf oder auch einfach normal. Manche tendieren dazu einen süßen Bagel zu essen. Natürlich habe ich alles ausprobiert, aber der normale ist mir am Liebsten. Und darf ich euch etwas gestehen? Alleine bei dem Gedanken knurrt mein Magen das ganze Haus zusammen....

 

 

 

Dort angekommen habe ich dann Christina, Chris und den 4-Jährigen Sohn Max kennengelernt. Nach unserem Frühstück sind wir dann noch zu ihnen gefahren. Chris und Christina haben zwei Häuser. Eins mit einem Pool und eins ohne. Sie leben im Reichenviertel der Stadt Boca Raton. Chris ist Anwalt und Christina arbeitet in einer Investmentfirma.
Es gibt sehr, sehr viele Menschen, die das nötige Kleingeld besitzen, um sich eine Villa leisten zu können. Von diesen Häusern kann man wirklich nur träumen!
Ihr müsst euch das so vorstellen; Ihr fahrt die Straße entlang. Auf der rechten Seite ist das Meer und einige Häuser. Auf der linken Seite sind wieder Häuser, jedoch ohne einen Ausblick auf den Ozean. Auf der linken Seite kann man ein Haus zwischen 900 000 und 4.5 Millionen kaufen. Das Haus von Christina beträgt ca. 1 Millionen. Es hat nicht die große Quadratmeteranzahl und ist schlicht gehalten, dennoch wunderschön. Die teuersten Häuser haben manchmal auch einen Lagerplatz für ein oder mehrere Boote, da der Fluss an den Häusern angrenzt. Debbie, Hannah und ich waren in einem der Häuser, da gerade Garagenverkauft herrschte. Ich kann euch versichern, allein die Küche und das dazu angrenzende Esszimmer waren größer als meine Wohnung in Deutschland! Ist das verrückt, oder normal?

 

 


 

 

 

Auf der rechten Seite der Straße sind jedoch die Häuser, welche an den Strand angrenzen und einen unübertrefflichen Ausblick auf die Wellen bieten. Wenn ich Geld habt, nicht wisst, was ihr kaufen wollt; spendet doch einfach 12 Millionen Dollar! Diese Villen sind wirklich diese Häuser, welche Starts und Sternchen hier besitzen. Unter anderem sind meine Gastmama und ich letztens an Oprah Winfrey's Haus vorbeigedüst. Hier leben weitere berühmte Prominente. Ich habe bis jetzt noch keinen entdeckt, den ich hinterher rennen müsste. Der Preis hierbei beträgt von 10 Millionen bis oben hin ist wirklich alles offen!
So schön auch die Häuser sind, ich würde niemals in eins dieser Häuser ziehen. Wieso? Ganz einfach; die Menschen, die hier Kohle besitzen und sich den Hintern sogar damit abputzen könnten, sind arrogant. Manche denken, sie wären ewas Besseres und vor allem Wertvolleres. Sie wissen, was sie haben. Sie wissen, was sie können. Sie haben das Geld, um sich das leisten zu können, wovon ich nicht einmal träume. Ich sage nicht, dass alle Menschen in Florida so sind, manche sind auch wirklich gut erzogen und haben eine offene Meinung, jedoch ist ein Teil der Einwohner hier in diese Richtung gekehrt. Meine Gasteltern besitzen ein 200 m² großes Haus und sie sind nicht endlos reich. Die Menschen in der Siedlung sind netter, oder erscheinen zumindest höflicher.
Ein kleines Haus würde mir persönlich ausreichen. Ich brauche weder einen Platz für meine Yacht, noch für meine dreizehn Porsche. Auch hatte ich noch nie das Bedürfnis mir eine eigene Karte zu zeichnen, um mich in meinen eigenen vier Wänden nicht zu verlaufen. :D

Den restlichen Nachmittag haben wir im Pool verbracht. Nebenbei bin ich um die zwei Stunden geschwommen, um mein Frühstück wieder abzunehmen und mir einen Sonnenbrand einzufangen.
Am Nachmittag aßen wir noch eine Pizza und fuhren dann auch nach Hause. Vielleicht liege ich hier falsch, doch mein Gastvater und ich waren der selben Ansicht; wir haben während des Besuchs ganz oft auf den kleinen Sohn Max achtgegeben. Mit nur einem Wimpernzucken hat er wirklich alles bekommen, was er wollte. Wir beide fanden es nicht gut, haben die ganze Zeit jedoch geschwiegen. Was sollten wir denn schon Großartiges sagen? Steve und ich sind schließlich zu dem Punkt gekommen, dass es besser ist, nicht reich zu sein. Vielleicht hat es sehr, sehr viele Pluspunkte, aber Geld allein macht nicht glücklich. Und so wie wir den kleinen Max kennengelernt haben; wenn er erwachsen ist, wird er nicht wissen, wie man Geld verdient, solange er nun alles zugeschoben bekommt. Ein reiches Leben kann sehr schön sein; reisen, Autos, ein großes Haus, alles, was man haben will.
Aber vielleicht denkt ihr einfach in Zukunft anders darüber nach. Mich hat es zu der Ansicht bewegt, dass es einfach einfacher ist ohne so viel Geld aufzuwachsen und die wichtigsten Dinge im Leben zu schätzen. Denn wenn ihr stirbt, könnt ihr nicht euer gesamtes Vermögen in den Himmel mitnehmen.


Liebe Grüße, Lia :)

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