Freitag, 21. November 2014

3 Months already!

Heya, meine wilden Partylöwen!
Tut mir Leid für den späten Eintrag; ich war einfach zu beschäftigt und auch zu müde gewesen, und bin unter der Woche unglaublich früh schlafen gegangen. Sorry!
Wie ihr sehen könnt, sind schon drei Monate meines Auslandsjahres an mir vorbei gezogen. Unglaublich, wie die Zeit einfach so davon schwimmt, ohne das man wirklich realisiert, dass schon so viele Tage und Wochen verflogen sind.

Zu meinem Jubiläum sind Steve, Zachary und ich zum Miami Dolphins Footballspiel am 13.November nach Miami gefahren und haben dort unsere Mannschaft angefeurt.



Die Tickets haben wir von einem der Coaches des Footballteams meines Gastbruders bekommen. Hightower hat jedem Kind drei Tickets gegeben. Und in Zacharys Team, in welchem auch mein Gastvater Coach ist, gibt es 19 Kinder.
Der Donnerstagmorgen war noch ziemlich entspannt, obwohl wir alle wussten, dass wir nicht genug Schlaf in dieser Nacht bekommen würden. Ich hatte am Donnerstag einen LTMDay – meine Schule fing um 10.28 an und um 2.40 konnten wir alle nach Hause gehen. Anstatt 50 Minuten Unterricht hatten wir an diesem Tag nur 30 Minuten. Jeden Monat gibt es einen LTM, sodass man einfach Mitten in der Woche ausschlafen kann. Dafür gibt es aber kein Lunch, trotzdem Hausaufgaben.
In der Schule war ich zwar aufgeregt, aber wirklich daran glauben, dass wir nach Miami fahren würden, konnte ich nicht. Zu der Zeit wusste ich auch nicht, dass Football so viel Spaß machen kann. Nachdem ich dann auch endlich Zuhause war, wir uns mit Essen vollgestopft hatten, fuhren wir dann auch um 17 Uhr los. Normalerweise würde dir Fahrt nach Miami 40-45 Minuten dauern, da aber so viel Verkehr, Unfälle und Stau auf den Straßen herrschte, kamen wir erst nach 1,5 Stunden am Stadion an. Und da herrschte Aufregung!



Miami Dolphins würden gegen die Buffalo Bills spielen. Und es kamen nicht nur Dolphin Fans, sondern auch reisten viele aus New York an. In das Sun Life Stadium passen 75,540 Menschen hinein und 24,137 Autos können ihren Platz auf dem Parkplatz finden. Es ist ein unglaublich großes Gebilde und auch der Haufen von feiernden Menschen war in der Nacht keineswegs klein!
Langsam aber sicher wurde ich aufgeregt und konnte es kaum fassen wirklich da zu sein. Mit einer Fahrradkutche wurden wir über die Straße zum Gate D gebracht.
Aber was würde das denn schon für ein Abend werden, wenn es keine Probleme geben würde? Natürlich hatte die Security etwas dagegen, dass ich meine Kameratsche mitgenommen habe und Steve seine Tasche für Ferngläser mitbrachte. Danach mussten wir zum Gate F laufen, da uns gesagt wurde, die Menschen dort würden unsere Taschen ganz einfach durchchecken und wir könnten locker weitergehen. Falsch gedacht. Natürlich hatten diese Menschen mal wieder ein Problem, und so mussten wir unsere Taschen abgeben, bekamen aber eine Nummer, um diese wieder abholen zu können. Nebenbei hatte dann mein Gastbruder noch ein T-Shirt gefangen, das durch die Luft geschmissen wurde. Wenn wir nicht zum Gate F gegangen wären, hätte er dies sicherlich nicht gehabt.
Nachdem wir dann aber endlich im Stadion saßen, war das Gefühl berauschend. Wir hatten noch 40 Minuten Zeit und konnten entspannen, bevor das Spiel dann auch anfangen würde.

Mit einem berauschenden Feuerwerk, tanzenden Cheerleadern, glimmernden Neonlichtern und lauter Musik wurden wir willkommen geheißen. 
(Leider funktiniert das Video hier nicht und es lädt über tausend Stunden :( )
Die Menge jubelte, die Menschen feierten und es war eine reine Entertainment Show, um die Masse in Stimmung zu bringen, obwohl wir es alle kaum erwarten konnten endlich das Spiel zu sehen. Es war einfach unglaublich. Wir haben gefeiert und unsere Mannschaft angefeuert. Meine Ohren sind mir manchmal sogar abgefallen, die die Männer, die hinter mir saßen, ein Organ hatten, das man sich kaum vorstellen kann.
Ich war noch niemals im Stadion gewesen, als der BVB gespielt hat, und daher kann ich nicht viel zu der Stimmung sagen, die dort immer herrscht. Die Leute, von denen ich umgeben war, waren hochmotiviert und kreischten jede fünf Sekunden. Die Emotionen waren bewegend und man konnte einfach nicht anders, als mit zu kreischen. Manchmal habe ich mir sogar die Seele aus dem Leib geschrien, da ich mich mitreißen ließe. Zwischendurch wurde die Kiss-Cam eingeschaltet, Cheerleader haben wieder getanzt und Leute wurden geehrt. 




Menschen mit ihren Fahnen und geschminkten Gesichtern, stolze Kleinkinder mit ihren Trikots und auf einander abgestimmte Paare wurden auf dem überdimensionalen Bildschirm gezeigt, wobei jeder einmal im Fernsehen sein wollte. Es ging nicht alleine um das Spiel, sondern auch um das Programm dahinter.
Ich muss sogar als Nicht-Amerikanerin zugeben, dass ich das Spiel problemlos verfolgen und verstehen konnte. Solange man die Basisdinge versteht, kann man seine Football-liebende Seite entdecken. Am Ende hat dann auch die Dolphins gewonnen. Wuhuu!
 
Während Steve, Zachary und ich dann auch gefahren sind, wobei wir ein Nickerchen im Auto gemacht haben, da ich zumindest am Freitag in die Schule musste, haben einige Leute noch gegrillt und weitergefeiert. Sie sind bis zum Morgengrauen am Stadion geblieben und haben die Verlierer ausgelacht, so wie man das eben hier macht. Mein Gastvater, mein Gastbruder und ich sind um ca. 01.15 Zuhause angekommen und sofort schlafen gegangen. Es war mir auch hauptsächlich egal, wie ich am nächsten Tag in der Schule aussehen würde, da manche Leute am Freitag sogar im Pyjama zur Schule kommen.
Also, es sieht aus wie ein Pyjama, aber es kann auch der amerikanische Trend sein, von dem ich noch nicht ganz beeinflusst bin. In der Schule bin ich dann von einer Klasse zur anderen gehüpft, da ich übermüdet und gleichzeitig hyperaktiv war. Anstatt Jeans hatte ich auch Jogginghosen und einen gemütlichen Pullover an, da es weder die Lehrer interessiert, wie man aussieht, noch hält sich jemand an die Kleiderordnung. Es wird ein großes Drum-Herum gemacht, wobei alles am Ende keine Rolle spielt. Mein Geschichtslehrer hatte leider kein so großes Glück wie ich mit dem Schlafen gehabt; er schlief an dem Tag gar nicht, aber trotzdem war er heiter, da sein Team gewonnen hatte.
Ich kann es verstehen, da das Spiel eine weitere Erfahrungen für sich war; ich könnte sogar meinen, dass es eine der Besten war, die ich bislang erlebt habe. Es war mir eine große Ehre gewesen dabei sein zu können und ich habe das Spiel in jeder Hinsicht genossen! :)

Falls ihr es schon bemerkt habt; mein Deutsch wird immer schlechter. Falls ihr euch fragt, weshalb dies so ist, dann habe ich hier die Antwort darauf. Nach drei Monaten im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, fängt ihr an in eurer Gastsprache zu denken und denkt nicht mehr in eurer Heimatsprache. Es wird dabei immer komplizierter. Ihr vergisst die deutschen Worte, könnt aber nicht alle englischen Worte sprechen!
Deshalb; bitte ignoriert einfach meine Grammatik, meinen Satzbau und alles andere. Und falls es wirklich so schlimm werden sollte, schreibt mich an und sagt mir, dass ihr kein Wort meines neues Berichtes verstehen könnt! Ich werde dann versuchen irgendwie die deutsche Sprache wieder hinzukriegen! Und solange wünsche ich euch ganz schöne Tage!

Emilia :)

P.S. Nächste Woche ist Thanksgiving und ich habe fünf Tage frei. Ich werde versuchen den neuen Post früher erscheinen zu lassen, als diesen hier! Bye
 

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