Heya,
meine wilden Partylöwen!
Tut
mir Leid für den späten Eintrag; ich war einfach zu beschäftigt
und auch zu müde gewesen, und bin unter der Woche unglaublich früh
schlafen gegangen. Sorry!
Wie
ihr sehen könnt, sind schon drei Monate meines Auslandsjahres an mir
vorbei gezogen. Unglaublich, wie die Zeit einfach so davon schwimmt,
ohne das man wirklich realisiert, dass schon so viele Tage und Wochen
verflogen sind.
Zu
meinem Jubiläum sind Steve, Zachary und ich zum Miami Dolphins
Footballspiel am 13.November nach Miami gefahren und haben dort
unsere Mannschaft angefeurt.
Die Tickets haben wir von einem der
Coaches des Footballteams meines Gastbruders bekommen. Hightower hat
jedem Kind drei Tickets gegeben. Und in Zacharys Team, in welchem
auch mein Gastvater Coach ist, gibt es 19 Kinder.
Der
Donnerstagmorgen war noch ziemlich entspannt, obwohl wir alle
wussten, dass wir nicht genug Schlaf in dieser Nacht bekommen würden.
Ich hatte am Donnerstag einen LTMDay – meine Schule fing um 10.28
an und um 2.40 konnten wir alle nach Hause gehen. Anstatt 50 Minuten
Unterricht hatten wir an diesem Tag nur 30 Minuten. Jeden Monat gibt
es einen LTM, sodass man einfach Mitten in der Woche ausschlafen
kann. Dafür gibt es aber kein Lunch, trotzdem Hausaufgaben.
In
der Schule war ich zwar aufgeregt, aber wirklich daran glauben, dass
wir nach Miami fahren würden, konnte ich nicht. Zu der Zeit wusste
ich auch nicht, dass Football so viel Spaß machen kann. Nachdem ich
dann auch endlich Zuhause war, wir uns mit Essen vollgestopft hatten,
fuhren wir dann auch um 17 Uhr los. Normalerweise würde dir Fahrt
nach Miami 40-45 Minuten dauern, da aber so viel Verkehr, Unfälle
und Stau auf den Straßen herrschte, kamen wir erst nach 1,5 Stunden
am Stadion an. Und da herrschte Aufregung!
Miami
Dolphins würden gegen die Buffalo Bills spielen. Und es kamen nicht
nur Dolphin Fans, sondern auch reisten viele aus New York an. In das
Sun Life Stadium passen 75,540 Menschen hinein und 24,137 Autos
können ihren Platz auf dem Parkplatz finden. Es ist ein unglaublich
großes Gebilde und auch der Haufen von feiernden Menschen war in der
Nacht keineswegs klein!
Langsam
aber sicher wurde ich aufgeregt und konnte es kaum fassen wirklich da
zu sein. Mit einer Fahrradkutche wurden wir über die Straße zum
Gate D gebracht.
Aber
was würde das denn schon für ein Abend werden, wenn es keine
Probleme geben würde? Natürlich hatte die Security etwas dagegen,
dass ich meine Kameratsche mitgenommen habe und Steve seine Tasche
für Ferngläser mitbrachte. Danach mussten wir zum Gate F laufen, da
uns gesagt wurde, die Menschen dort würden unsere Taschen ganz
einfach durchchecken und wir könnten locker weitergehen. Falsch
gedacht. Natürlich hatten diese Menschen mal wieder ein Problem, und
so mussten wir unsere Taschen abgeben, bekamen aber eine Nummer, um
diese wieder abholen zu können. Nebenbei hatte dann mein Gastbruder
noch ein T-Shirt gefangen, das durch die Luft geschmissen wurde. Wenn
wir nicht zum Gate F gegangen wären, hätte er dies sicherlich nicht
gehabt.
Nachdem
wir dann aber endlich im Stadion saßen, war das Gefühl berauschend.
Wir hatten noch 40 Minuten Zeit und konnten entspannen, bevor das
Spiel dann auch anfangen würde.
Mit
einem berauschenden Feuerwerk, tanzenden Cheerleadern, glimmernden
Neonlichtern und lauter Musik wurden wir willkommen geheißen.
(Leider funktiniert das Video hier nicht und es lädt über tausend Stunden :( )
Die
Menge jubelte, die Menschen feierten und es war eine reine
Entertainment Show, um die Masse in Stimmung zu bringen, obwohl wir
es alle kaum erwarten konnten endlich das Spiel zu sehen. Es war
einfach unglaublich. Wir haben gefeiert und unsere Mannschaft
angefeuert. Meine Ohren sind mir manchmal sogar abgefallen, die die
Männer, die hinter mir saßen, ein Organ hatten, das man sich kaum
vorstellen kann.
Ich
war noch niemals im Stadion gewesen, als der BVB gespielt hat, und
daher kann ich nicht viel zu der Stimmung sagen, die dort immer
herrscht. Die Leute, von denen ich umgeben war, waren hochmotiviert
und kreischten jede fünf Sekunden. Die Emotionen waren bewegend und
man konnte einfach nicht anders, als mit zu kreischen. Manchmal habe
ich mir sogar die Seele aus dem Leib geschrien, da ich mich mitreißen
ließe. Zwischendurch wurde die Kiss-Cam eingeschaltet, Cheerleader
haben wieder getanzt und Leute wurden geehrt.
Menschen mit ihren
Fahnen und geschminkten Gesichtern, stolze Kleinkinder mit ihren
Trikots und auf einander abgestimmte Paare wurden auf dem
überdimensionalen Bildschirm gezeigt, wobei jeder einmal im
Fernsehen sein wollte. Es ging nicht alleine um das Spiel, sondern
auch um das Programm dahinter.
Ich
muss sogar als Nicht-Amerikanerin zugeben, dass ich das Spiel
problemlos verfolgen und verstehen konnte. Solange man die Basisdinge
versteht, kann man seine Football-liebende Seite entdecken. Am Ende
hat dann auch die Dolphins gewonnen. Wuhuu!
Während
Steve, Zachary und ich dann auch gefahren sind, wobei wir ein
Nickerchen im Auto gemacht haben, da ich zumindest am Freitag in die
Schule musste, haben einige Leute noch gegrillt und weitergefeiert.
Sie sind bis zum Morgengrauen am Stadion geblieben und haben die
Verlierer ausgelacht, so wie man das eben hier macht. Mein Gastvater,
mein Gastbruder und ich sind um ca. 01.15 Zuhause angekommen und
sofort schlafen gegangen. Es war mir auch hauptsächlich egal, wie
ich am nächsten Tag in der Schule aussehen würde, da manche Leute
am Freitag sogar im Pyjama zur Schule kommen.
Also,
es sieht aus wie ein Pyjama, aber es kann auch der amerikanische
Trend sein, von dem ich noch nicht ganz beeinflusst bin. In der
Schule bin ich dann von einer Klasse zur anderen gehüpft, da ich
übermüdet und gleichzeitig hyperaktiv war. Anstatt Jeans hatte ich
auch Jogginghosen und einen gemütlichen Pullover an, da es weder die
Lehrer interessiert, wie man aussieht, noch hält sich jemand an die
Kleiderordnung. Es wird ein großes Drum-Herum gemacht, wobei alles
am Ende keine Rolle spielt. Mein Geschichtslehrer hatte leider kein
so großes Glück wie ich mit dem Schlafen gehabt; er schlief an dem
Tag gar nicht, aber trotzdem war er heiter, da sein Team gewonnen
hatte.
Ich
kann es verstehen, da das Spiel eine weitere Erfahrungen für sich
war; ich könnte sogar meinen, dass es eine der Besten war, die ich
bislang erlebt habe. Es war mir eine große Ehre gewesen dabei sein
zu können und ich habe das Spiel in jeder Hinsicht genossen! :)
Falls
ihr es schon bemerkt habt; mein Deutsch wird immer schlechter. Falls
ihr euch fragt, weshalb dies so ist, dann habe ich hier die Antwort
darauf. Nach drei Monaten im Ausland, vor allem in den Vereinigten
Staaten von Amerika, fängt ihr an in eurer Gastsprache zu denken und
denkt nicht mehr in eurer Heimatsprache. Es wird dabei immer
komplizierter. Ihr vergisst die deutschen Worte, könnt aber nicht
alle englischen Worte sprechen!
Deshalb;
bitte ignoriert einfach meine Grammatik, meinen Satzbau und alles
andere. Und falls es wirklich so schlimm werden sollte, schreibt mich
an und sagt mir, dass ihr kein Wort meines neues Berichtes verstehen
könnt! Ich werde dann versuchen irgendwie die deutsche Sprache
wieder hinzukriegen! Und solange wünsche ich euch ganz schöne Tage!
Emilia
:)
P.S. Nächste Woche ist Thanksgiving und ich habe fünf Tage frei. Ich werde versuchen den neuen Post früher erscheinen zu lassen, als diesen hier! Bye
P.S. Nächste Woche ist Thanksgiving und ich habe fünf Tage frei. Ich werde versuchen den neuen Post früher erscheinen zu lassen, als diesen hier! Bye
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