Als mein Onkel 50 Jahre alt
wurde, haben meine Eltern und ich beschlossen ihm einen Hund zu
kaufen. Schon seid er ganz klein war, und nicht einmal sprechen
konnte, hatte er den innigsten Wunsch einen Boxer zu trainieren. Der
Anlass war perfekt und die Geschenkidee ebenfalls. Und so kauften wir
ihm einen Wau-Wau. Natürlich wusste mein Onkel nichts von den
Gedanken und unseren überaus verrückten Plan. Als er dann sich
seinen Traumburschen aussuchen durfte, war es um ihn geschehen. Liebe
auf den ersten... Leckerli.
Natürlich fragt ihr euch jetzt
bestimmt, warum zum Teufel ich euch diese Geschichte erzähle. Weil
sie ein Teil meiner heutigen Geschichte ist. Tores ist mittlerweile
ein starker und großer Hund geworden, vor dem ich mich manchmal noch
immer fürchte. Er ist sehr lebendig, ausgesprochen aktiv, aber
wundervoll. Trotzdem ist dieses Gefühl immer noch in meiner
Magengrube da, wenn ich sein braunes, strahlendes Fell und die
großen, klaren, braunen Augen sehe. Ich habe keine Angst, jedoch
sehr viel Respekt.
(Pozdrowienia dla Wujka Michala!
I kochanego Toresa ;))
Als ich am Montag von der Schule
kam, rannt mir mein Gastbruder strahlend in die Arme und kreischte
mir meine Ohren voll: „Emi, Emi! Wir bekommen einen Hund, wir
bekommen einen Hund!“ Das Erste, was ich jedoch gemacht habe, war,
ich ging zu meiner Gastmama und fragte sie, ob dies nur ein Spaß
wäre oder doch die Wahrheit, da es irgendwie merkwürdig in meinen
Ohren klang.
Sie beteuerte mit einem breiten
Grinsen im Gesicht, dass es wirklich ernst gemeint sei und kein Witz,
wie ich es am Anfang gedacht habe. Dann, und genau dann, wurde ich
total aufgeregt, dass mir fast das Herz in die Hose flutschte. Danach
stürmte ich in das Schlafzimmer meiner Gasteltern, in welchem der
Rest der Mannschaft versammelt war, und sagte erst einmal jedem
hinter einander, dass ich alle vergötterte. Steve schaute mich nur
lächelnd an und meinte ruhig auf meine Vorfreude: „Jetzt lieben
mich gerade alle. Sehen wir mal, was nächste Woche ist, wenn ich
euch wieder Emilias Schokolade wegnehme.“
In den nächsten Tagen herrschte
dann im Haus Thompson totaler Aufruhr. Meine Gastgeschwister konnten
sich nämlich nicht entscheiden; Boxer, American Bulldog,
was-weiß-ich für eine Hunderasse wurde durch gekramt, alle Seiten
mit Hundewelpen wurden durchforstet und natürlich wurde gestritten
wie eh und je. Mein Bruder wollte einen Jungen, während meine
Schwester ein Mädchen wollte. Danach haben sie sich wieder in die
Haare wegen dem Namen gekriegt und welche Rasse es doch denn endlich
sein sollte. Im Grunde waren die Tage ein reinster Zirkus! Neben
vielen Tränen, welche die beiden vergossen haben, ging es mir
langsam auf den Geist, dass sie sich nicht einigen konnten. Ich habe
meine Gastmama dann auch gefragt, ob man nicht einfach eine andere
Lösung finden könnte, denn ich sah es Debbie an, dass sie auch
keine große Lust mehr darauf hatte mit ihren Kindern zu diskutieren.
Zwar wurden tausende Anrufe getätigt, aber ein Ende war noch lange
nicht in Sicht.
Am Mittwoch hatte ich dann auch
meinen Photographie Club. Ich wartete mit Lillian auf ihren Vater,
der mich nach Hause bringen sollte. Heute sollte dann der große Tag
sein, an welchem wir uns dann endlich für einen Hund entscheiden
würden. Meine Gastgeschwister riefen mich drei Mal an, um sich zu
vergewissern, wo ich mich denn nun befand. Ich musste ihnen sogar
eine detaillierte Beschreibung der Straße und der Bäume abliefern!
Als ich dann auch endlich Zuhause
war, begrüßte mich Zachary mit den Worten: „Wir haben einen
Hund!“ Als erstes war ich total überrascht und konnte nichts von
mir geben, bis ich dann endlich die kleine Maus sah.
Ihr Name ist Dutchess. Geboren
wurde sie am 5.August 2014 (einen Tag vor Dir, Delia :D) und sie ist
ein American Bulldog. Dutchess wird also ziemlich groß und sehr
muskulös. Zurzeit ist sie jedoch eher nur total niedlich und mega
knuddelig.
Meine Gastgeschwister haben mich
dabei sogar gefilmt, als ich unglaublich glücklich und irgendwie
auch nicht ich selbst vor mich hin „Wir haben einen Hund!“
gesprochen haben. Da sie zurzeit erst sieben Wochen alt ist, ist sie
noch ein kleines Baby, das dauernd einschläft, egal, in welcher
Position sie sich gerade befindet. Heute, am 25.09. war ich alleine
Zuhause und musste mich um die kleine Prinzessin kümmern. Meine
Gastgeschwister und Eltern waren bei ihrem wöchentlichen Training.
Der Abend mit ihr war eigentlich
ganz nett. Nachdem sie das erste Mal auch aufgewacht ist, war sie ein
braves Mädchen und ich konnte mit ihr problemlos rausgehen. Ein
bisschen mit dem Ball gespielt haben wir auch noch, bevor sie sich
jedoch entschlossen hat, dass mein Fuß ein besserer Kauknochen ist,
als ihr Spielzeug. Als ich sie dann umgedreht habe, um ihr zu zeigen,
dass es nicht gut ist, was sie gemacht hat, hat sie mich mit diesem
Du-bist-ein-fieser-Mensch- und Ich-bin-zuckersüß-Blick angesehen.
Ich glaube, sie war für einen Moment auch beleidigt. Danach jedoch
war sie wieder der kleine Welpe, welcher sich auf meinem Schoss
zusammen gerollt hat. Beim zweiten Mal standen wir jedoch zehn
Minuten im Regen und im Endeffekt hat sie sich doch in der Küche
erleichtert. Diese kleine Prinzessin! Aber kuscheln mit ihr macht
trotzdem viel zu viel Spaß! Also, Mama, Papa – gewöhnt euch schon
einmal an den Gedanken einen Hund im Wohnzimmer zu haben. ;)
Doch was mein heutiger Post mit
der Geschichte zu tun hat;
Obwohl sie ein kleines Wesen mit
einem viel zu großen Kopf ist, habe ich wie bei dem Hund meines
Onkels Respekt vor ihr, denn sie wird wachsen. Tatzen bleiben Tatzen.
Zähne bleiben Zähne. Und Stärke bleibt Stärke.
Liebe Grüße, Lia
"Fernweh": Es bezeichnet die Sehnsucht nach einem unvergesslichen Abenteuer, das Verlangen in fremde Kulturen einzutauchen und sie zu verstehen, die Leidenschaft atemberaubende Zeiten zu durchleben, das Bedürfnis an dem Leben anderer teilzuhaben. Aber vor allem beschreibt es den Wunsch eine Reisende zu sein.
Donnerstag, 25. September 2014
Sonntag, 21. September 2014
"TOUCHDOWN!"
Wenn
ich die Wahrheit sagen muss; ich verstehe nicht einmal richtig, was
dieser Ausdruck bedeutet. Ganz, ganz langsam versucht mir mein
Gastvater die Spielregeln und Strategien des amerikanischen
Football's beizubringen. Wie ihr sieht, geht es hier um Sport - mein
Lieblingsfach!
Die Menschen, die mich persönlich besser kennen, wissen, dass mein Puls auf 180 steigt, wenn ich mich gewagt auf die andere Seite meiner Couch drehe. :D
Am 9/20/2014 hatte meine Gastschwester Hannahlora ihr erstes Footballspiel. Zwar habe ich schon das Footballtraining meines Gastbruders Zachary beobachtet und selbst den Football ein wenig hin und her geworfen, als wir nichts zu tun hatten, jedoch habe ich noch niemals bei einem Spiel teilgenommen und zugesehen.
Die Menschen, die mich persönlich besser kennen, wissen, dass mein Puls auf 180 steigt, wenn ich mich gewagt auf die andere Seite meiner Couch drehe. :D
Am 9/20/2014 hatte meine Gastschwester Hannahlora ihr erstes Footballspiel. Zwar habe ich schon das Footballtraining meines Gastbruders Zachary beobachtet und selbst den Football ein wenig hin und her geworfen, als wir nichts zu tun hatten, jedoch habe ich noch niemals bei einem Spiel teilgenommen und zugesehen.
Am morgen sind wir also einmal wieder sehr, sehr
früh aufgestanden, sind ein weiteres Mal nicht zu den kostenlosen
Surfingstunden gefahren, wodurch mein Herz ein ganz kleines bisschen
geblutet hat, da ich mir wirklich vorgenommen habe surfen zu lernen!
Und haben einen typischen Morgen verbracht; essen, reden, über den
kommenden Tag diskutieren. Am Frühstückstisch hat mich dann Debbie
gefragt, ob ich denn auch mitkommen würde. Ich habe sie ein wenig
verdutzt angeschaut, da gestern es eine fest beschlossene Sache war,
dass ALLE gehen würden. Natürlich habe ich „ja“ gesagt, auch
wenn ich wieder unter Hausaufgaben begraben werden würde.
In Amerika, oder zumindest in Florida oder in meiner Gastfamilie ist Sport eine wichtige Sache. Es gehört sich hier zu jedem Training und zu jedem Spiel zu gehen, die Spieler zu stärken und natürlich alle anzufeuern. Manche Fans schmücken ihre ganze Stadt mit den Farben ihres Teams, tragen die ganze Saison lang ihre Trikots und legen sich mit gegnerischen Fans an. Jeder ist im Footballfieber und kaum noch zu stoppen.
In Amerika, oder zumindest in Florida oder in meiner Gastfamilie ist Sport eine wichtige Sache. Es gehört sich hier zu jedem Training und zu jedem Spiel zu gehen, die Spieler zu stärken und natürlich alle anzufeuern. Manche Fans schmücken ihre ganze Stadt mit den Farben ihres Teams, tragen die ganze Saison lang ihre Trikots und legen sich mit gegnerischen Fans an. Jeder ist im Footballfieber und kaum noch zu stoppen.
Zwar kenne ich das schon von Zuhause,
wenn unser Fußballverein spielt, jedoch ist meine Heimatstadt nichts
dagegen! Auf der einen Seite finde ich es merkwürdig immer zu den
Spielen meiner Gastgeschwister zu gehen und sie immer anzufeuern,
obwohl ich mich nicht sonderlich für Sport interessiere, aber auf
der anderen Seite ist es meine Gastfamilie und ich muss mich
eingliedern und ich selbst möchte ja auch ein Teil dieser Familie
sein; deshalb lasse ich es einfach über mich ergehen und sitze
schwitzend in der Sonne Floridas auf den Tribünen.
Meine Gastschwester hat ihre
Niederlage in Football überstanden und war nach einer kurzen Zeit
wieder gut gelaunt. Für viele bedeutet ein verlorenes Spiel das Ende
der Welt. Mein Gastbruder hat sogar geweint, als er sein letztes
Spiel verloren hat. Für mich ist es irgendwie unverständlich, da
ich finde, wenn man ein Spiel verliert, es man beim nächsten Mal
besser machen kann. Wie ihr seht, die Menschen hier sind vom Sport
besessen!
Meine Schule hat übrigens eines der
schlechtesten Teams. Wir verlieren jedes Spiel. Ich hoffe, dass ich
das nächste Spiel einmal mit meinen Freunden besuchen kann, da ich
bis jetzt noch nicht dazu gekommen bin meine Schule spielen zu sehen.
Aber viel verpasse ich nicht, wenn sich die Zahl auf der Leuchttafel
nie ändert! :D
Am 9/21/2014 hatte mein Gastbruder
ein weiteres Spiel.
Zwar mussten wir diesmal nicht zum
Training gehen, jedoch saß ich trotzdem in der Sonne und habe mich
braten lassen. Nein, ich beschwere mich nicht, dass das Wetter hier
wundervoll ist, jedoch ist es wirklich unangenehm in der Sonne, wenn
man nichts anderes machen kann, außer dazuhocken. :D
Ein kleines bisschen hat mich das
Spiel aber schon bewegt, nachdem ich die Grundregeln einigermaßen
verstanden habe. Zwar bin ich nicht ausgeflippt wie die Mütter der
Mitspieler meines Gastbruders, trotzdem konnte ich das Spiel
verfolgen und verstehen.
Für diejenigen, die ebenfalls keine
Ahnung von Football haben; im Football gibt es zwei Teams. Das Team,
was den Ball besitzt, spielt Offense. Das Team, welches den Ball
nicht besitzt, spielt Defense. Defense bedeutet Verteidigung und
Offense bedeutet Angriff. Das Team, was den Ball besitzt, und eher
gesagt, der Spieler muss 10 Yards rennen, um Punkte zu erzielen.
Natürlich kann man auch einen Touchdown machen. Dies passiert, wenn
der Spieler, der Quarterback, bis zur anderen Seite des Feldes rennt,
den Ball nicht verliert und auch nicht von der gegnerischen
Mannschaft aufgehalten wird. Das Team hat 4 Chancen Punkte zu
erzielen, dann wechselt der Ballbesitz zum anderen Team.
Im Grunde sind die Regeln ganz
einfach, auch wenn das Spiel ziemlich kompliziert ausschaut.
Vielleicht werde ich ja in den nächsten Wochen mehr von Football
begeistert sein, als ich es jetzt bin. ;)
Liebe Grüße, Lia
Das bin ich neben dem Spanish River High School Shark!
Donnerstag, 11. September 2014
One
Month past...
11.September...
Hallihallo an Alle!
Unglaublich, dass ich
das schon sagen darf; ein Monat – oder besser gesagt 28 Tage - ist
schon vorbei und nun werde ich nur noch 9 Monate und 2 Wochen in den
Vereinigten Staaten von Amerika bleiben. Ich weiß, es hört sich
unglaublich witzig an. Dieser eine Monat war wirklich ein
unglaublicher Monat, denn immerhin sind so viele Dinge passiert!
An diesem besonderen
und vor allem merkwürdigen und gleichzeitig auch traurigen Tag
möchte ich alle an den 11.September 2001 erinnern. Heute in der
Schule haben wir uns ein Video mit erschreckenden Bildern angesehen.
Eins kann ich euch sagen; ich kann durch diese halbe Stunde einen
Teil, einen Charakterzug, der Amerikaner mehr verstehen. Durch diese
Katastrophe sind die Vereinigten Staaten wirklich vereinigt worden.
Was ich meine? Nach diesem Tag begannen viele Amerikaner Fahnen in
ihren Häusern aufzuhängen, Armbänder mit den Nationalfarben zu
tragen, und ihre Städte mit der Fahne zu schmücken. In jedem
Klassenraum meiner Schule hängt eine Fahne, heute wurde sogar der
Pledge of Allegiance aufgesagt. Ebenfalls gab es eine Schweigeminute
für alle verstorbenen Personen. Und glaubt mir, egal wen ihr in den
Staaten fragt, was er oder sie an diesem Tag gemacht hat; jeder wird
es euch bis ins kleinste Detail erzählen können. Es war ein
Schicksalsschlag für die vereinigten Staaten. Es ist so unglaublich
und ebenfalls rührend, und doch schmerzt es irgendwo in der Seele.
Ich verstehe deshalb
auch, weshalb die Kontrollen so drastisch verschärft wurden.
Dieser Tag war oder
ist für meinen Teil noch wirklich merkwürdig und im Grunde spielte
es für mich keine Rolle, dass ich schon 3 Wochen zur Schule ging und
beinahe einen Monat in den Staaten saß. Der Tag war nur verregnet,
denn ich kann mich nicht entsinnen die Sonne auch nur einige Sekunden
gesehen zu haben. Die Stimmung war auch irgendwie bedrückend. Ich
kann nicht sagen, ob es allein wegen der Arbeit war, die alle Stufen
schreiben mussten, oder ob es wirklich an dem 11 September lag.
Doch ich möchte nicht
mehr lange um den heißen Brei reden. Mir geht es auf jeden Fall mega
gut hier und nun möchte ich euch ein wenig von der Schule berichten.
;)
Schule;
Physical Education
– Ich dachte nicht, dass ich das jemals einmal sage, aber ich liebe
die Sportstunden, auch wenn sie größtenteils draußen praktiziert
werden und es sehr warm ist!Wir spielen Basketball und Volleyball.
Letztens haben wir Volleyball gespielt; Mädchen gegen Jungen. Ein
Junge namens Andrew war Moderator in seinem Team, hat alle Spieler
angefeuert, nebenbei mit sich selbst geredet und eher für sich
selbst gespielt. Er hat niemanden anderen in seinen Team spielen
lassen. Das nenne ich einmal Multi-Tasking! Es war ein reines
Freundschaftsspiel, und irgendwie witzig und nett.
Trotzdem bin ich
gewechselt. Beim Basketball ist mir einfach wieder aufgefallen, dass
ich nun einmal immer diejenige sein werde, die sich vor dem Ball
fürchtet. Zwar werde ich weiterhin Sport machen, da ich nun
Volleyball gewählt habe, aber es wird nicht mehr draußen statt
finden, sondern in der Turnhalle. Und das ist wesentlich angenehmer!
Creative Writting
– eine sehr entspannte Stunde. Jeden Tag müssen wir eine Seite
unseres „Tagebuchs“ füllen. Das Thema ist unserer Lehrerin egal
und wir können alles beschreiben, was wir möchten. Es sind zum Teil
Aufgaben dabei, die mich wirklich zum Lachen bringen; Eine Geschichte
über Adjektive schreiben oder sich selbst als einen Gegenstand
präsentieren. Wir können Musik hören und unseren Freunden
schreiben, während wir unsere Aufgaben erledigen. Nur ab und zu
müssen wir der Lehrerin zu hören, wenn sie einmal das Verlangen
verspürt uns eine neue Aufgabe zu präsentieren.
Biology – ein
bisschen nicht mein Typ, aber man kann es wirklich überleben! Ich
hatte am Anfang große Schwierigkeiten, da jedes gefühlte zweite
Wort total fremd für mich war. Zwar hatte ich den ganzen Stoff schon
einmal in Deutschland, jedoch ist die Übersetzung und das Lernen
dieser Übersetzungen ein wenig kompliziert. Die Lehrerin rappelt
alles hinunter, wir müssen nur aufschreiben, was an der Tafel steht
und es dann auswendig lernen. Richtig erklärt wird hier nichts, denn
dafür muss man sich selbst schon hinsetzen und pauken.
Auch die Tests
schreiben wir nicht, sondern tippen die Antworten (A,B,C,D) in einen
kleinen Computer ein, der unsere Antworten dann zu unserer Lehrerin
sendet.
English
– Ich glaube, Englisch wird einfacher, als es am Anfang war. Mein
Lehrer ist sehr verwirrend, vor allem weil er noch schneller spricht
als meine Biologielehrerin. In den letzten Stunden haben wir ein Buch
besprochen, was ich nachlesen musste, da ich in den Ferien nicht hier
war. Ich wurde zwar nicht nachgetestet, und das Buch habe ich auch
nur mit Hilfe von Googel Wikipedia verstanden, aber richtig drin in
der Sprache bin ich noch lange nicht. Zwar fallen mir die Wörter
viel leichter ein und manchmal vergesse ich die deutsche Bedeutung,
jedoch ist es ein großer Unterschied zum Anfang. Mittlerweile kann
ich fast jeden verstehen, mit der Ausnahme von
Wasserfall-ähnlich-sprechenden Leuten.
Geometry
– meine sehr geehrte Mathelehrerin, ich danke Ihnen für die
wundervolle Vorbereitung! Dank Ihnen durfte ich letztens sogar meiner
jetzigen Mathelehrerin vorschlagen, wie es schneller ginge, etwas
auszurechnen. Also, in Geometrie langweile ich mich manchmal sogar.
Trotzdem muss ich alles mitschreiben und aufpassen. Es ist ein
unglaublicher Unterschied zu Deutschland! Die Dinge, die wir hier in
der 10 Klasse haben, haben wir in Deutschland zum Teil schon in der 6
Klasse durchgemacht.
Lunch
– Mittagessen; ihr könnt euch hier im Grunde Mittagessen kaufen,
wenn ihr möchtet. Ich bringe mein Lunch meistens von Zuhause mit.
Ihr könnt verschiedene Süßigkeiten kaufen, aber auch warmes Essen,
wie Bagels oder Chicken Sandwiches (diese schmecken übrigens wie
Chickenburger von McDonalds). In der Cafeteria gibt es auch andere
Dinge, doch ich esse meistens draußen, da ich in den Klassenräumen
immer zu Tode erfriere, da die Klimaanlagen hier immer an sind.
World History
– ich liebe diese Stunde! Wieso? Mein Lehrer ist ein klein wenig
merkwürdig. Vielleicht auch etwas sehr merkwürdig, aber noch
einigermaßen in Ordnung. Letztens ist er zu mir gekommen, und hat
mich zum ersten Mal beim Namen genannt. Normalerweise nennt er alle
„Honey“, „Sweetie“ oder „Mein Sohn“. Er kam also zu mir
und hat sich bei mir für meine Note in meinem Test bedankt: „Emilia,
ich danke dir, dass du in meinem Kurs bist und dein Test war
fabelhaft. Danke.“ Am Anfang wusste ich nicht genau, was ich darauf
antworten sollte.
Zurzeit
nehmen wir ein Teil Griechenlands und Italiens durch.
Piano Lesson
– darf ich angeben?Ich kann die Melodie von Titanic spielen. Mit
einer Hand. Ich habe mir das selbst beigebracht, als ich Langweile
Zuhause hatte und meine Gastfamilie verstreut war. :D Wir lernen
verschiedene Stücke, kleine Lieder, die wir dann unserer Lehrerin
Miss „D“ vorspielen müssen. Wenn wir allerdings nur einen halben
Tag Schule haben (Alle Kurse, jedoch nur 30 Minuten), können wir mit
unseren Handys spielen oder „Glee“ gucken.
Nebenbei
bin ich jetzt dem Photography Club
beigetreten. Zum einen möchte ich natürlich mehr Freunde finden und
einfach meinen Freundeskreis vergrößern, zum anderen würde ich
liebend gerne lernen, wie man gute Fotos schießt, denn in dem Falle
bin ich wirklich eine Niete!Wir würden verschiedene Ausflüge
machen, zum Strand zum Beispiel, oder einfach nur in der Schule
bleiben und verschiedene Sportarten photographieren; Cross Country,
Football oder Basketball.
(Ja,
ich habe nachgefragt. Cross Country würde euch gefallen, Mädels :D)
Eigentlich
hatte ich auch vor dem Drama Club
beizutreten, aber noch stehen keine Daten fest, wann dieser
stattfindet. Ich hoffe zum größten Teil, dass es an einem Tag geht,
an dem nicht der Photography Club ist.
Meine Gastfamilie!
Mensch, Leute! Ich
liebe meine Gastfamilie. Ich verstehe mich unbeschreiblich gut mit
meinen Gastgeschwistern. Zachary hat mir letztens eine Blume
mitgebracht. Nebenbei haben wir darüber gescherzt, dass er mich doch
zum Homecoming begleiten könnte, wenn ich keinen Begleiter finden
sollte. Meine kleine Schwester ist manchmal so niedlich! Als ich
letztens meine Sachen bügeln musste, hat es ihr so gefallen, dass
sie es ebenfalls gelernt hat und meine Sachen am nächsten Tag
mitgebügelt hat. Mit meinem Gastpapa lässt es sich super über
Religion reden, vor allem da er die gleiche Meinung wie ich vertritt
und wir in vielen Punkten die gleiche Ansicht haben. Und meine
Gastmama? Sie kam gerade sehr ernst zu mir – ich habe sie noch nie
so ernst gesehen – sprach mit einer tiefen Stimme: „Emilia.“
und gab mir dann eine ganze Packung amerikanischer Kekse. Und sie
weiß, dass ich nicht aufhören kann zu essen, wenn ich diese Sachen
sehe. Aber ich versuche trotzdem Sport zu machen, obwohl ich mich
lieber in Burritos oder Bagels baden könnte!
An alle zukünftigen
Austauschschüler; wisst ihr, was das Problem ist? Zu viel Essen und
zu wenig Platz im Magen, wo ihr alles platzieren könntet! Für das
Essen hier könnte ich meine Füße abschneiden. Oder mich nie wieder
auf die Waage stellen.... :D
Meine Gastfamilie ist
wirklich mega lieb und ich wünsche Euch allen die gleichen
Erfahrungen, die ich hier mache.
Okay, das war's fürs
Erste, Guys!
Vielleicht poste ich
noch am Wochenende etwas, wenn ich die Zeit habe, nach einem
gemeinsamen Shoppingausflug mit Lillian. :) Jaa, ich habe Freunde!
Liebe Grüße, Emilia
Samstag, 6. September 2014
Die
Beinahe-Wellenreiterin
Dies
hier ist die kleine Geschichte einer Beinahe-Wellenreiterin.
An
dem morgen war ich totmüde und aufgeregt gleichzeitig. Es war die
gleiche Aufregung, die ich damals verspürt habe, als mein großes
Abenteuer startete. Es war die Angst und Vorfreude vor dem Neuen und
Unbekannten, die mich hinaus auf's Meer jagte. Ich war irgendwo tief
in mir nervös und unglaublich glücklich. Auch wenn ich diese
Gefühle noch nicht ganz gespürt habe, da ich erst einmal meinen
knurrenden Magen beruhigen musste.
Um
5:30 Uhr saß ich halb am Schlafen in der Küche und versuchte
irgendwie meine Gedanken zu ordnen. Ich war wirklich gespannt, was
mir der Tag bringen und wie genau alles ablaufen würde.
Am
06.09.2014 hatte ich meine erste Surfstunde. Zusammen mit meiner
Gastfamilie bin ich dann zum Delray Strand gefahren und wir haben uns
für die Surfstunde angemeldet. Zuvor mussten wir uns im Internet
registrieren. Die Surfstunden waren umsonst, jedoch verdammt früh am
Morgen, weshalb wir um halb sieben schon im Geschäft standen und auf
die restlichen Teilnehmer warteten. Es war ein Laden voller
Anziehsachen – so bunt und schillerend wie die Fische in dem weiten
Ozean. Einfach unglaublich. Ihr würdet diesen Laden auf Händen
tragen, wenn ihr könntet!
Nachdem
dann endlich alle angekommen waren, gingen wir mit ca. 40
Surfanfängern zum Strand. Meine Gastgeschwister wollten ebenfalls
surfen lernen, wobei mein kleiner Bruder kurz davor war zu kneifen.
Debbie hatte ihn mit irgendeinem Mittel doch dazu gebracht nicht zu
verschwinden. Das Erste, was wir dann am Strand machten, war die
Theorie. Unsere Surflehrer erklärten uns genau, wie und was wir mit
unseren Boards anstellen mussten, wie wir uns bewegen mussten. Es
wurden Regeln erklärt, welche wir einhalten sollten, um uns zu
schützen und damit wir nicht verletzt werden, wenn wir von unserem
Board is Wasser sausen. Nebenbei veranstalteten wir Trockentraining
am Strand. Wir übten, wie man mit den Armen paddelt, wie man
aufsteht und natürlich wie man das Brett wendet. Wir studierten ein,
in welchem Winkel man seine Knie beugen sollte und alles andere
Wichtige. Sofort darauf ging es ins Wasser.
Und
dies hier ist der Teil, meine lieben Freunde, in welchem die schöne
Geschichte ein trauriges Ende nimmt;
Es
ist viel, viel schwieriger, als es aussieht. So leicht und
unbeschwert die Surfer sich auf den Wellen bewegen, so härter und
anstrengender ist es in Wirklichkeit! Surfing lehrt euch sehr, sehr
viele Dinge. Man kann seine Kräfte einschetzen, man weiß, wie weit
man gehen darf und kann. Man lernt nicht nur geduldig zu sein,
sondern auch den richtigen Moment zu ergreifen. Surfing ist gut für
die Gesundheit und die gesündeste Droge der Welt. Man strengt jeden
einzelnen Muskel an. Surfing ist eine unglaubliche, aber auch
schwierige Sache. Es ist sehr schwierig am Anfang, aber nicht
unmöglich.
So
sehr ich auch versucht habe aufzustehen, ich konnte mich nicht
überwinden. Ich konnte mich nicht aufs Brett stellen. Ich bin
natürlich einige zahlreiche Male ins Wasser geflogen. Zwar habe ich
mich nie verschluckt, aber am Ende des Tages konnte ich immer noch
das Salz schmecken. Ich weiß nicht, weshalb ich mich nicht getraut
habe, aber ich habe es einfach nicht geschafft. Am Ende war ich
deprimiert und traurig. Ein kleines Stückchen zerstört. Ich bin
nicht gewöhnt ans Wasser, ich kann weder die Wellen fühlen, noch
spüren, wann die richtige Welle kommt. Und ich bin zu blöd, um mich
aufs Brett zu stellen. Zu langsam – ich Schnecke. Dann sah ich auch
noch meinen Gastbruder wie leichfüßig er bis zum Strand die Wellen
ritt.
Und
genau da – in genau diesem Moment – machte es 'Klick' bei mir.
Wozu bin ich hier? Weshalb bin ich eine Austauschschülerin? Um die
gleichen und selben Sachen zu machen wie in meiner Heimat? Nein.
Niemals. Never.
Es
ist das unbeschreibliche Gefühl, diese Motivation und der blosse
Willen, der zählt. Noch bin ich zu schwach, um mich auf's Brett zu
hiefen. Also steht einiges an; ich beschloss zumindest bis zum
nächsten Mal Zuhause zu trainieren – wie man aufsteht. Das, was
ich brauche, ist Stärke. Stärke und Mut. Ich sah so viele Menschen
an diesem Tag, die mir wortwörtlich die Worte und Taten vor die
Augen führten. Ich bin hier, um mich auszuprobieren, um neue Sachen
zu entdecken und zu lernen. Und eine Sache ist ganz klar Surfing. Ich
möchte so gerne über die Wellen gleiten. Schweben. Tanzen. Ich
möchte auf die perfekte Welle warten, meinetwegen auch Stunden. Ich
möchte immer wieder das Salz schmecken. Ich möchte sitzend auf
meinem Surfboard die untergehende Sonne betrachten.
Ich
möchte eine Surferin sein.
Es
ist das gleiche Gefühl, als ich vor zwei Jahren nach Hause kam und
meine Eltern angekreischt habe, ich würde sicherlich irgendwo ein
Auslandsjahr machen und nichts und niemand könnte mich aufhalten.
Ich war verrückt und total begeistert von der Idee. Und ich wollte
es unbedingt. Und das Gefühl ist nicht verschwunden. Es hat sich nur
in etwas verwandelt, was ich noch nicht definieren kann.
Als
mein großes Ziel habe ich mir vorgenommen, sobald ich erlernt habe
zu surfen, mir etwas aus dem überteuerten und maßlos genialen Store
zu gönnen, denn die Anziehsachen dort sind genial. Es ist ein Ziel.
Es ist mein Ziel. Ich möchte darauf hinarbeiten. Doch bevor ich mir
es leisten kann mein gesamtes Taschengeld zu vertrödeln, steht mein
Training an. Erst die harte Arbeit, dann das Vergnügen. Und
vielleicht werde ich irgendwann einmal so gut sein, um auch auf dem
Brett stehen zu können.
Liebe salzige Grüße, Emilia
Liebe salzige Grüße, Emilia
Sonntag, 31. August 2014
Richie Rich rich!
„Money,
money, money
Must be funny
In the rich man's world
Money, money, money
Always sunny
In the rich man's world“
ABBA
Must be funny
In the rich man's world
Money, money, money
Always sunny
In the rich man's world“
Es
tut mir Leid, dass ich schon früher nichts gepostet habe! Ich bin
hier ziemlich im Stress die letzte Woche gewesen wegen der Schule.
Ich versuche so bald wie möglich die neuen Beiträge hochzustellen,
sobald ihr diesen neuen Artikel gelesen habt. :)
Natürlich
verrate ich nicht, um was es geht.
Wie
ihr sieht handelt mein heutiger Bericht von Geld.
Am
Samstagmorgen um 7.30 Uhr hat mich meine kleine Gastschwester
aufgeweckt. Meine Gastfamilie und ich würden an diesem Morgen außer
Haus frühstücken. In den nächsten fünfzehn Minuten meines Lebens
bin ich wie von einer Wespe gestochen durch das Bungalow gesprintet
und habe alle meine nötigen Sachen zusammengesamelt. Debbie und
Steve waren mit Freunden verabredet in einem Bagel laden. Bagels sind
runde Brötchen mit einem Loch in der Mitte. Mit Ei, Schinken und
Käse serviert sind sie das Beste, was ich bisher in den Staaten
gegessen habe! Ich liebe diese Dinger! Ich bin total verrückt nach
ihnen, wenn ich ehrlich sein soll. Das Brötchen schmeckt ganz anders
als in Deutschland und es gibt verschieden Variationen. Süß,
knusprig, herzhaft, scharf oder auch einfach normal. Manche tendieren
dazu einen süßen Bagel zu essen. Natürlich habe ich alles
ausprobiert, aber der normale ist mir am Liebsten. Und darf ich euch
etwas gestehen? Alleine bei dem Gedanken knurrt mein Magen das ganze
Haus zusammen....
Dort
angekommen habe ich dann Christina, Chris und den 4-Jährigen Sohn
Max kennengelernt. Nach unserem Frühstück sind wir dann noch zu
ihnen gefahren. Chris und Christina haben zwei Häuser. Eins mit
einem Pool und eins ohne. Sie leben im Reichenviertel der Stadt Boca
Raton. Chris ist Anwalt und Christina arbeitet in einer
Investmentfirma.
Es
gibt sehr, sehr viele Menschen, die das nötige Kleingeld besitzen,
um sich eine Villa leisten zu können. Von diesen Häusern kann man
wirklich nur träumen!
Ihr
müsst euch das so vorstellen; Ihr fahrt die Straße entlang. Auf der
rechten Seite ist das Meer und einige Häuser. Auf der linken Seite
sind wieder Häuser, jedoch ohne einen Ausblick auf den Ozean. Auf
der linken Seite kann man ein Haus zwischen 900 000 und 4.5 Millionen
kaufen. Das Haus von Christina beträgt ca. 1 Millionen. Es hat nicht
die große Quadratmeteranzahl und ist schlicht gehalten, dennoch
wunderschön. Die teuersten Häuser haben manchmal auch einen
Lagerplatz für ein oder mehrere Boote, da der Fluss an den Häusern
angrenzt. Debbie, Hannah und ich waren in einem der Häuser, da
gerade Garagenverkauft herrschte. Ich kann euch versichern, allein
die Küche und das dazu angrenzende Esszimmer waren größer als
meine Wohnung in Deutschland! Ist das verrückt, oder normal?
Auf
der rechten Seite der Straße sind jedoch die Häuser, welche an den
Strand angrenzen und einen unübertrefflichen Ausblick auf die Wellen
bieten. Wenn ich Geld habt, nicht wisst, was ihr kaufen wollt;
spendet doch einfach 12 Millionen Dollar! Diese Villen sind wirklich
diese Häuser, welche Starts und Sternchen hier besitzen. Unter
anderem sind meine Gastmama und ich letztens an Oprah Winfrey's Haus
vorbeigedüst. Hier leben weitere berühmte Prominente. Ich habe bis
jetzt noch keinen entdeckt, den ich hinterher rennen müsste. Der
Preis hierbei beträgt von 10 Millionen bis oben hin ist wirklich
alles offen!
So
schön auch die Häuser sind, ich würde niemals in eins dieser
Häuser ziehen. Wieso? Ganz einfach; die Menschen, die hier Kohle
besitzen und sich den Hintern sogar damit abputzen könnten, sind
arrogant. Manche denken, sie wären ewas Besseres und vor allem
Wertvolleres. Sie wissen, was sie haben. Sie wissen, was sie können.
Sie haben das Geld, um sich das leisten zu können, wovon ich nicht
einmal träume. Ich sage nicht, dass alle Menschen in Florida so
sind, manche sind auch wirklich gut erzogen und haben eine offene
Meinung, jedoch ist ein Teil der Einwohner hier in diese Richtung
gekehrt. Meine Gasteltern besitzen ein 200 m² großes Haus und sie
sind nicht endlos reich. Die Menschen in der Siedlung sind netter,
oder erscheinen zumindest höflicher.
Ein
kleines Haus würde mir persönlich ausreichen. Ich brauche weder
einen Platz für meine Yacht, noch für meine dreizehn Porsche. Auch
hatte ich noch nie das Bedürfnis mir eine eigene Karte zu zeichnen,
um mich in meinen eigenen vier Wänden nicht zu verlaufen. :D
Den
restlichen Nachmittag haben wir im Pool verbracht. Nebenbei bin ich
um die zwei Stunden geschwommen, um mein Frühstück wieder
abzunehmen und mir einen Sonnenbrand einzufangen.
Am
Nachmittag aßen wir noch eine Pizza und fuhren dann auch nach Hause.
Vielleicht liege ich hier falsch, doch mein Gastvater und ich waren
der selben Ansicht; wir haben während des Besuchs ganz oft auf den
kleinen Sohn Max achtgegeben. Mit nur einem Wimpernzucken hat er
wirklich alles bekommen, was er wollte. Wir beide fanden es nicht
gut, haben die ganze Zeit jedoch geschwiegen. Was sollten wir denn
schon Großartiges sagen? Steve und ich sind schließlich zu dem
Punkt gekommen, dass es besser ist, nicht reich zu sein. Vielleicht
hat es sehr, sehr viele Pluspunkte, aber Geld allein macht nicht
glücklich. Und so wie wir den kleinen Max kennengelernt haben; wenn
er erwachsen ist, wird er nicht wissen, wie man Geld verdient,
solange er nun alles zugeschoben bekommt. Ein reiches Leben kann sehr
schön sein; reisen, Autos, ein großes Haus, alles, was man haben
will.
Aber
vielleicht denkt ihr einfach in Zukunft anders darüber nach. Mich
hat es zu der Ansicht bewegt, dass es einfach einfacher ist ohne so
viel Geld aufzuwachsen und die wichtigsten Dinge im Leben zu
schätzen. Denn wenn ihr stirbt, könnt ihr nicht euer gesamtes
Vermögen in den Himmel mitnehmen.
Liebe
Grüße, Lia :)
Sonntag, 24. August 2014
Florida
– the Sunshine State
„Manche
Dinge sehen wir nur, wenn wir das Meer überqueren und nehmen sie
nicht zur Kenntnis, wenn wir sie stets vor Augen haben.“
-
Lateinischer Spruch
Ich glaube dieser Bericht wird in euch das Bedürfnis wecken mich entweder zu besuchen, oder mich umzubringen. Ich verweile eher auf meiner zweiten Theorie. Doch, ließt erst einmal, bevor ihr euch für eine der Dinge entscheidet. :D
Am Samstagsmorgen kam die Familie meiner Gastmutter Debbie. Ihre Schwester wollte sie besuchen, da sie sich zuletzt im November gesehen hatten. Wir im Haus waren alleine fünf Leute, als ihre Familie kam, waren wir insgesamt 11. Christina und ihr Ehemann Michael und ihre vier Töchter: Micheala (10), Isabella (9), Christiala (8) und Gabriella (4). Michael und Christina würden in John's Haus übernachten, während wir zu neun Personen hier schlafen würden. Eine kleine Übernachtungsparty stand bevor. Zwar war ich am Tag davor noch nicht ganz begeistert von der Idee, aber ich habe geschwiegen. Am Abend war es jedoch unglaublich cool mit 5 Mädchen auf dem King-Size-Bett zu sitzen und mir von meinem 7-Jährigen Gastbruder die Haare kämen zu lassen. Doch zurück zum Anfang:
Am morgen herrschte keine Aufregung im Haus meiner Gasteltern, jedoch wurde schon alles fleißig vorbereitet; Essen und die Betten. Immerhin musste das Haus einigermaßen in Ordnung aussehen, bevor irgendjemand kommen konnte.
An diesem Tag wollten wir unbedingt ans Meer fahren, da Debbie's Familie am kommenden Dienstag schon wieder nach New York aufbrechen würde. Sogar für mich würde es das erste Mal Sonne & Strand bedeuten, denn immer wenn wir fertig vor der Tür standen, hat es angefangen zu regnen. Und wenn es in Florida anfängt zu regnen, ist alles vorbei. Die Menschen gehen nach Hause und draußen geht die Welt unter. Aus diesem Grund stand ich am Samstag auch verdammt früh auf um mich fertig zu machen, alles mögliche in meine Tasche zu packen, und ich erschien schon in Badesachen in der Küche. Ich war so aufgedreht; klares, blaues Wasser und ein makeloser, weißer Strand, so wie in meinen Träumen.
Meine Gastmom begrüßte mich grinsend, bereitete die Zutaten für's Mittagessen vor und wir kochten ein wenig zusammen. Salat und Gurken schneiden, das Fleisch vorbereiten – und ich kann immer wieder nur beteuern; meine Gastfamilie ernährt sich extrem gesund.
Nachdem alles erledigt war, gingen meine Gastmom, Hannah und Zach schon einmal los. Im Haus ihres Bruders John würden wir dann auch auf den Rest der Familie treffen. An diesem Tag habe ich wirklich alle kennengelernt!
Und sie sind alle zuckersüß, vor allem die kleinen Kinder. Debbie's Familie ist nicht wirklich groß; ihre Eltern hatten keine Geschwister, sie hat weder Onkels, noch Tanten, keine Cousinen und keine Cousins. Nachdem ihre Eltern verstarben, zog sie ganz nach Florida.
Fertig mit Sack und Pack fuhren auch mein Gastdad Steve und ich los, nachdem die restliche Arbeit wie Aufräumen und Putzen erledigt war. In John's Haus war es unglaublich.... laut. So viele kleine Mädchen, die überall herumsprangen und sangen und tanzten. Aber es war nicht nervig, im Gegenteil, es war unglaublich niedlich.
Für mich war dies als Einzelkind immer schon spannend ganz viele Kinder, Gastgeschwister, um mich zu haben. Zwar lebte ich immer mit den Gedanken, dass es anders sein würde, vielleicht nerviger und anstrengender, aber dies bewies sich in dem Fall als total falsch. Ich glaube, die Erziehung ist hier definitv anders, als in Deutschland. Strenger und religiöser.
Doch die erste Enttäuschung stand an. Wir würden nicht wie geplant zum Strand fahren, sondern erst einen Park mit Schildkröten besuchen. Steve hatte dies anscheinend vergessen. So machten wir uns mit der ganzen Familie auf in den Schildkrötenpark. Ich war zwar nicht am Boden zerstört, jedoch irgendwie schon enttäuscht.
Nachdem wir gefühlte Stunden in dem Souvenirshop verbracht haben, haben wir dann auch endlich die Schildkröten besichtigen können.
Nebenbei trafen wir auch noch Freunde meiner Gastfamilie, wobei Regean, die 15-Jährige Tochter, und ich natürlich Nummern austauschten.
Für alle baldigen Austauschschüler; es ist schwer, sehr, sehr schwer, am Anfang Freunde zu finden, aber im Laufe der Zeit findet ihr so viele, dass ihr aufhört sie zu zählen. Fragt immer nach Nummern, denn das macht das Leben viel, viel leichter.
Die Schildkröten waren natürlich mega süß und man wollte sie sofort mit nach Hause nehmen, auch wenn ich nicht ganz verstand, weshalb sie angebunden waren. Die Begründung meiner Gastmutter war, dass sie sich verletzten könnten, wenn sie die ganze Zeit gegen die Beckenwand schwimmen würden.
Nebenbei waren wir ebenfalls im Schmetterlingsgarten, wobei nur ca. 2 Schmetterlinge an uns vorbeigeflogen sind.
Zurück im Haus meiner Gasteltern aßen wir schnell unser Lunch und dann, endlich, brachen wir zum Strand auf. Ich glaube, ich hatte die ganze Fahrt ein Lächeln im Gesicht. Wir sind nicht zum Boca Raton Strand gefahren, da man für diesen Strand bezahlen müsste. Endlich am frühen Abend am Strand angekommen, hatte ich ein paar der überweligsten Gefühle, die ich bisher hier erlebt hatte.
Das Wasser schlug wunderschöne, große Wellen. Es war tiefblau – einfach atemberaubend, wie ich es vorher nie kannte. Es war ein Blau, in dem man sich verlieren wollte. Endlos schwimmen, bis man kein Land mehr sieht.
Es war warm. Das Wasser war warm. Man ist in das Wasser gegangen und man hat keinen Kälteschock bekommen, denn es war herrlich angenehm. Jeder einzelne Tropfen war wie eine Jacke, die sich zart um die Schultern schmiegt. Der Ozean war so schön, so eiskalt berauschend, dass jeder, wirklich jeder, sofort hineingerannt – getanzt – wäre. Der Strand war breit, breiter, als alle Strände, die ich besucht habe. Der Sand, dieser hatte nicht die Farbe von Sand. Er war grau und im Sonnenlicht strahlend weiß. Hinter uns waren einige Bäume und Büsche, die einen starken Kontrast dazu bildeten. Ich glaube, nicht nur die Geräusche der Brandung, die sich wie meine Lieblings Lieder anhörten, oder auch der starke Geruch nach Salz und Fisch und federweichen Sandkörnern, haben mich dazu bewegt, dass ich eins dachte; Ich wollte nicht weg. Nicht von diesem Ort, nicht von diesem Strand. Ich glaube, in genau dem Moment, in welchem sich meine beiden Welten verbanden, bin ich zu dem wichtigsten Punkt gekommen. Vielleicht werde ich später darüber anders denken, doch bis jetzt steht eins für mich fest; ich werde zurückkehren. Irgendwie. Irgendwann. Ich werde nicht in Deutschland bleiben. Niemals. Sterben kann ich überall, wieso sollte ich auf den Tod in Deutschland warten?
Eins war mir klar an diesem Tag; ich hatte mich in dem Meer verliebt, so wie ich mich in Florida verliebt hatte.
Am nächsten Tag sind wir ebenfalls ein weitere Mal zum Strand gefahren. Obwohl ich nur wenige Minuten im Sonnenlicht mich gebräunt und eher die meiste Zeit im angenehm kühlen Wasser verbracht habe, bin ich braun geworden – und zwar mega mässig Florida-braun.
Habt ihr jetzt einen Grund, weshalb ihr mich gerne umbringen würdet? Welcher Austauschschüler kann von sich behaupten, ein ganzes Jahr am Strand verbracht zu haben? :D
Nachdem ich unzählige Male Body Surfing betrieben habe, stand eine weitere Sache für mich fest; ich will surfen lernen. Samstagmorgens gibt es sogar Free Lessons – kostenlose Lernstunden von 7.00 – 9.00. Ich war begeistert von der Idee und hoffe, nächste Woche einen Report darüber schreiben zu können, doch davor muss ich alles natürlich mit meinen Eltern klären.
(Hallo, Mama und Papa. Ihr bekommt später einmal eine Email mit allen Informationen, die euch auch versichern, dass ich die Surfingstunden überlebe. :))
Leider mussten wir dann Strand verlassen, da ich am Nachmittag meine Liaison Familie antreffen würde. Eine Liasion Familie ist eine Familie, mit der ich zu Not sprechen kann, falls ich Probleme mit meiner richtigen Host Familie haben sollte. Sie würden mich aufnehmen, den Konflikt klären. Jeden Monat würde meine Liasionmom Roberta vorbeikommen und nachschauen, ob alles in Ordnung wäre. In Starbucks Café haben wir uns für eine Stunde hingesetzt, geredet und sie haben mir einige Tipps zum weiteren Überleben gegeben, wobei Roberta alle Kosten auf sich genommen hat. Roberta und ihre Töchter Julia (18) & Nicole (15) hatten letztes Jahr ein Gastkind aus Deutschland bei sich und haben dieses Jahr entschlossen eine Ersatzfamilie zu sein.
Das Treffen war so unglaublich toll! Ich konnte so viele nützliche Dinge erfahren, Tipps bekommen und mich sogar mit Julia zum Strand für den nächsten Freitag verabreden. Ich kann das Gefühl schwer beschreiben, aber vor dem Treffen war ich überhaupt nicht aufgeregt. Ich hatte in der ersten Woche so viele Menschen getroffen, so viele verschiedene Typen von Personen kennengelernt, dass ich mich nicht mehr vor neuen Kontakten scheute. Es ist einfach nur fabelhaft, und ich wünsche jeder Person genau die gleichen Gefühle zu erleben und die selben Erfahrungen machen zu können. Ihr fühlt euch so sicher in dem, was ihr macht, was ihr tut, wie ihr fühlt.
Es ist unglaublich und jeder Mensch verdient es.
Überraschung, Surprise, Niespodzianka!
Mal wieder steht eine weitere kleine Überraschung vor der Tür, wobei ihr hierbei fast vor Freunde angefangen habe zu weinen: da ich ja nun 11-Klässlerin bin und nicht wie vorher angenommen habe 10-Klässlerin, darf ich offiziel – ich, Emilia Nowak, 1.62 m groß und ich sage euch nicht, wie viel ich wiege – zum Prom 2015 gehen!
Wisst ihr, was das bedeutet? Ich mache nicht nur die Homecoming Woche und alles mit, trage ein unfassbar geiles Kleid, nein, ich habe zwei unfassbar geile Kleider und zwei unfassbar tolle Bälle! Wie ihr sieht, steigt meine Stimmung und sinkt sie, aber diesmal bin ich wirklich, wirklich überrascht. Und ich genieße es - jede einzelne Sekunde.
Und falls ihr Ideen für Kleider habt; bitte schreiben, schicken, posten, mailen! Aber ihr tut es ja nie! :D
Liebe Grüße, Lia
Mittwoch, 20. August 2014
Schule,
Schule, Schule....
Auch für mich hat die Schule nun angefangen. Es ist ein Teil des Austauschjahres die amerikanische Schule zu besuchen, Freunde zu finden und verschiedenen Clubs beizutreten. Auf diesem Weg soll man nicht nur äußerlich die Kultur kennenlernen, sondern man soll sich so sehr integrieren, dass man ein Teil davon wird; so, wie von einer Austauschschülerin erwartet.
Am Montag sind meine Gastmutter Debbie und ich zur Schule gefahren, um mich zu registrieren, da niemand jemals auf Debbie's Anrufe reagiert hat. Ich war mehr als panisch. Ich war so etwas wie überirdisch panisch und deshalb auch kaum hungrig am Morgen. Ich habe sehr lange und viel darüber nachgedacht, denn mal wieder, schon wie einst beim Flug, verstreute sich in mir das Gefühl von Angst. Jeder einzelne muss sich vorstellen, dass es eine Schule ist, auf der ich niemanden kannte. Nebenbei kann ich auch nicht alles verstehen, vor allem nicht, wenn alle Menschen so schnell sprechen, als würden ganze Wasserfälle aus ihren Mündern fließen. Ich war ein kleines bisschen – oder auch ein wenig mehr – verloren an dem Tag.
Meine zukünftige Schule sollte die Spanish River Community High School werden – ca. 2500 Schüler, 9,10,11,12 Stufe, und nur eine aus Deutschland kommende Austauschschülerin – ich.



In der Bücherrei waren gerade einmal zwei Personen, als Debbie und ich hineingegangen sind. In den nächsten 5 Minuten hatte man das Gefühl, dass man von Schülern, die weder ihre Kurse, noch sonst irgendetwas besaßen, überflutet wurde. In weniger als 10 Minuten war die ganze Bücherei mir mindestens 100 Leuten gefüllt. Zum Glück kam nach einer halben Stunde meine Guidance Counslerin. In Deutschland gibt es so etwas nicht. Die Guidance Councler helfen einem beim Auswählen der Classes, der Kurse, und beraten jeden in jeglicher Weise.
Meine erste Überraschung stand an – mit meinen 16 Jahren war ich zu jung um in die 11 Klasse zu gehen. Die Wut stauchte sich so stark in meinen Magen an, dass ich das Gefühl hatte dieser Frau, die vor mir mit den roten Lippen und der ebenfalls roten Brille, einfach meine Meinung zu sagen, denn für mich schaute es aus, als würde sie mich als zu dumm erklären, um in eine höhere Stufe gehen zu können. Deshalb bin ich nun in der 10. Genauso als wäre ich in Deutschland geblieben. Ich glaube, die Enttäuschung stand mir bis zur letzten Sekunde ins Gesicht geschrieben. Nach diesem kleinen Disaster durfte ich endlich meine Kurse wählen. Im Endeffekt bekam ich alles, was ich haben wollte, obwohl Theater leider nicht auf meiner Liste war:
Ich hätte Sport nicht wählen müssen, doch ich wollte sicher gehen, dass ich zumindest einen Teil zur meiner Gesundheit (und dem Versuch nicht zu zunehmen) beisteuere. Ich versuche definitiv noch in das Cheerleaderteam zu kommen, auch wenn ich gehört habe, dass man vorher ein Camp in den Sommerferien für Cheerleader belegt haben muss. Damit war es auch mit meinen Kursen und die Schule konnte beginnen.


Eigentlich hätte die Schule an diesem Tag schon für mich angefangen, doch zum Einen waren meine Kurse noch nicht eingetragen, und zum Anderen hatte die Schule einige Probleme mit meinen Impfungen. Aus diesem Grund durfte ich noch einen Tag länger Zuhause bleiben. Wenn man die Impfungen nicht vorzeigen kann im Impfpass, muss man zu seinem Arzt gehen und alles nachimpfen lassen; so sind nun einmal die Gesetze hier. Aus diesem Grund (und tausend anderen Gründen) unterrichtet meine Gastmom meine Gastgeschwister Zuhause, so wie viele andere Elternteile. Am Montag sind wir ein viertes Mal zum Arzt gefahren, damit dieser die Papiere im richtigen Format ausdrucken kann und wir sie der Schule überreichen können.
Selbst meine Gastmutter war sauer. Nicht auf mich, aber auf den Arzt. Mein Gastvater hat alle Menschen sogar als "bescheuert" und "total verrückt" bezeichnet. Nachdem aber jeder Papierkram fertig war, konnte am Dienstag endlich die Schule beginnen.
Um meine Gefühle genau beschreiben zu können, braucht man nicht viel: Angst und PP – PanikPinkeln. Nachdem ich meinen Stundenplan abgeholt habe, musste ich meine Klasse finden. In der ersten Stunde habe ich Sport. Bevor man jedoch Unterricht hat, schaut man sich auf einen kleinen, flackernden Fernseher die News des Tages an.
Dort traf ich auf eine andere Austauschschülerin aus Frankreich. Sie war ebenfalls total verängstigt und wusste auch nicht weiter. In der ersten Woche tut man meistens gar nichts während der Sportstunden – man bekommt höchstens erklärt, welche Sachen man tragen darf und welche nicht. In Sport gilt die goldene Regel; weißes oder graues T-Shirt und eine blaue oder schwarze Hose. Nachdem die erste Stunde überlebt war, konnte es gleich weitergehen mit dem Überlebenstraining.
Die nächste Stunde war 'Kreatives Schreiben'. Meine Lehrerin, Mrs. Gabay, ist unglaublich nett. Sie hat mir sofort gesagt, was ich brauchen würde. Dieser Kurs beschäftigt sich hauptsächlich mit künstlerischen Sachen, Gedichte schreiben und über uns selbst diskutieren. Ab Montag werden wir ein tägliches Tagebuch schreiben und können uns unser Thema selbst aussuchen. Ich fühle mich zwar unwohl, aber ich versuchte einfach das Beste daraus zu machen.
Da ich in den höheren Klassen in Biologie und Englisch bin, war dieser Teil meines ersten Tages sehr, sehr kompliziert. Ich habe beide Kurse mit 11 und 12 Klässlern, natürlich besuchen unter anderem 10 Klässler und Freshmen, sogenannte 9-Klässler, manche meiner Kurse. Das Gefühl einfach nur da sitzen zu können und nichts zu verstehen, ist schrecklich. Und ich meine wirklich schrecklich. Biologie war einfach nur eine andere Sprache, aber nicht einmal ein Wort konnte ich indentifizieren. Nachdem die Stunde zu Ende ging, kam meine Lehrerin zu mir und fragte mich, wie es mir ginge. Ich habe ihr die Wahrheit gesagt, da ich total verloren war. Sofort hat sie sich meine Emailadresse aufgeschrieben und mir den Stoff nach Hause geschickt, damit ich für den Test, der nächste Woche ansteht, lernen kann. Dies würde man niemals von deutschen Lehrern erwarten. An sich war jeder Lehrer wirklich nett zu mir und ich konnte mich nicht beschweren, denn eine bessere Verpflegung gibt es einfach nicht.
Mathe (Geometrie) war ein totales Disaster. Ich konnte zwar jeder einzelnen Zeile perfekt folgen, doch ich kam um die halbe Stunde zu spät. Ich habe mich sofort entschuldigt. Das Problem war, was inzwischen jedoch geklärt ist, dass mir niemand gesagt hat, wann meine Pause beginnt. Man hat zwei verschiedene Pausen, A und B. In meinem Fall habe ich B, da ich in einem anderen Gebäude bin. Die Lehrerin war mir nicht einmal böse, sondern hat mich sogar ausgefragt, ob es mir wirklich gut ginge und aus welchem Land ich denn komme.
Nachdem ich auch diese Stunde irgendwie überstanden hatte, stand meine nächste Stunde, Welt Geschichte, an. Genau dort hat mein Lehrer das Fass zum Überlaufen gebracht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich nett die Lehrer hier sind. Ich meine nicht damit, dass unsere Lehrer in Deutschland schlecht wären, es ist einfach nur eine andere Atmosphäre. Anstatt mich zu ignorieren, oder mich rauszuschicken, da ich ein paar Minuten zu früh kam, nannte mich mein Lehrer "Honey" oder "Sweetie". Das tun die meisten Lehrer hier.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Freunde gefunden. Vielleicht lag es daran, dass es mein erster Tag in der amerikanischen Schule war, aber die Schüler hier scheinen so gar nicht an einen Austauschschüler interessiert zu sein. Manche sind wirklich arrogant und begutachten dich, als wärst du etwas Schlechteres. Nur mit Mühe konnte ich mich zusammenreißen.
Meine nächste und somit auch letzte Stunde war Piano. Es ist ein großer Raum mit bloß einem Klavier, aber im Hinterraum sind 22 weitere Keyboards versteckt. Und genau dort, an diesem Ort und in diesem Kurs, den ich eigentlich nicht gewählt hatte, und auch nicht wollte, fand ich meine ersten Freunde. Alyssa und David. Nachher kam auch noch Noah dazu, der sich neben mich setzte. Nach der Schule gingen meine Hostmom und ich einkaufen, um all möglichen Kram zu kaufen. Im Endeffekt bezahlte ich 30 $ für alle Papiere und Ordner.
Als ich jedoch bei den Hausaufgaben saß, konnte ich nicht mehr. Ich war so unglaublich einsam. Ich habe nicht meine Familie vermisst, jedoch meine Freunde. Es ist vielleicht schwer vorstellbar, doch wenn ihr an einer neuen Schule seid, an welcher ihr natürlich keinen kennt, eure Kurse nur zur Hälfte wisst und auch nur einen kleinen Teil davon versteht, verzweifelt ihr. Noch dazu war ich noch mehr deprimiert, da ich keine richtigen Freunde gefunden hatte. Zwar schrieb mir David noch am Abend, ich solle mir keine Gedanken machen, aber da war es schon zu spät. Ich war wirklich in Tränen ausgebrochen. Es war einfach so viel Stress an einem Tag, dass mir alles wehtat und ich so schnell es ging ins Bett wollte, um die Stunden hinter mich zu bringen. Es ist alles so anders. Die Uhrzeiten, der Lunch (das Mittagessen), die Menschen, die Lehrer, die Klassen. In jeder Klasse hat jeder Lehrer ein eigenes, kleines Pult, als wäre diese oder dieser ein Präsident. Und überall hängen amerikanische Fahnen.

Sogar die Stufen haben eigene, verschiedene Namen!
Übersicht zu den Stufen;
Natürlich habe ich gehofft, dass die nächsten Tage besser werden. Und das werden sie. Zu 100 %.
Überraschung!
Am morgen darauf, am Mittwoch, hat sich ein Freund meinen Stundenplan angesehen. Ich bin gar kein Sophomore, eine Schülerin der 10 Klasse, sondern ein Junior, eine Elftklässlerin – so wie ich es wollte. Im Verlauf der ersten Stunde bin ich deshalb auch wie ein Hase durch die Gegend gesprungen und habe meine französische Austauschschülerin halbwegs zu Tode gequaselt. Auch verlief der zweite Tag an meiner neuen Schule ganz, ganz anders. Die Menschen waren viel netter und ich habe viele Personen kennengelernt. Zu Lunch saß ich sogar mit einem Senior und Alyssa in der Cafeteria. In Sport traff ich auf weitere Schülerinnen und in Weltgeschichte sitze ich nun neben Lillian.
Ich bin dabei eine richtige High School Schülerin – eine Shark – zu werden und mich in meine High School zu verlieben, denn der Tag hat mir gezeigt, dass es so wundervolle Tage geben kann, wie man es sich nur selten vorstellt. Ich konnte sogar die Lehrer mit ihrem viel zu schnellen Sätzen verstehen!

Ganz liebe amerikanische Grüße,
Lia
Ps.: Falls ihr Fragen habt, bitte schickt sie mir an austausch14@gmail.com – ich hatte vor ein kleines Video zum Einwöchigen zu drehen, aber da mir niemand Fragen stellt, bin ich verloren! Facebook, WhatsApp sind auch möglich. ;)
Auch für mich hat die Schule nun angefangen. Es ist ein Teil des Austauschjahres die amerikanische Schule zu besuchen, Freunde zu finden und verschiedenen Clubs beizutreten. Auf diesem Weg soll man nicht nur äußerlich die Kultur kennenlernen, sondern man soll sich so sehr integrieren, dass man ein Teil davon wird; so, wie von einer Austauschschülerin erwartet.
Am Montag sind meine Gastmutter Debbie und ich zur Schule gefahren, um mich zu registrieren, da niemand jemals auf Debbie's Anrufe reagiert hat. Ich war mehr als panisch. Ich war so etwas wie überirdisch panisch und deshalb auch kaum hungrig am Morgen. Ich habe sehr lange und viel darüber nachgedacht, denn mal wieder, schon wie einst beim Flug, verstreute sich in mir das Gefühl von Angst. Jeder einzelne muss sich vorstellen, dass es eine Schule ist, auf der ich niemanden kannte. Nebenbei kann ich auch nicht alles verstehen, vor allem nicht, wenn alle Menschen so schnell sprechen, als würden ganze Wasserfälle aus ihren Mündern fließen. Ich war ein kleines bisschen – oder auch ein wenig mehr – verloren an dem Tag.
Meine zukünftige Schule sollte die Spanish River Community High School werden – ca. 2500 Schüler, 9,10,11,12 Stufe, und nur eine aus Deutschland kommende Austauschschülerin – ich.
In der Bücherrei waren gerade einmal zwei Personen, als Debbie und ich hineingegangen sind. In den nächsten 5 Minuten hatte man das Gefühl, dass man von Schülern, die weder ihre Kurse, noch sonst irgendetwas besaßen, überflutet wurde. In weniger als 10 Minuten war die ganze Bücherei mir mindestens 100 Leuten gefüllt. Zum Glück kam nach einer halben Stunde meine Guidance Counslerin. In Deutschland gibt es so etwas nicht. Die Guidance Councler helfen einem beim Auswählen der Classes, der Kurse, und beraten jeden in jeglicher Weise.
Meine erste Überraschung stand an – mit meinen 16 Jahren war ich zu jung um in die 11 Klasse zu gehen. Die Wut stauchte sich so stark in meinen Magen an, dass ich das Gefühl hatte dieser Frau, die vor mir mit den roten Lippen und der ebenfalls roten Brille, einfach meine Meinung zu sagen, denn für mich schaute es aus, als würde sie mich als zu dumm erklären, um in eine höhere Stufe gehen zu können. Deshalb bin ich nun in der 10. Genauso als wäre ich in Deutschland geblieben. Ich glaube, die Enttäuschung stand mir bis zur letzten Sekunde ins Gesicht geschrieben. Nach diesem kleinen Disaster durfte ich endlich meine Kurse wählen. Im Endeffekt bekam ich alles, was ich haben wollte, obwohl Theater leider nicht auf meiner Liste war:
- Mathematik –
Geometrie
- Welt Geschichte
- Englisch+
- Biologie+
Diese Fächer musste ich wählen.
- Team Sport
- Kreatives
Schreiben
(Liebe Grüße an Asif und Kim)
- Piano
(Ja, ich lerne, wie man Piano spielt)
Ich hätte Sport nicht wählen müssen, doch ich wollte sicher gehen, dass ich zumindest einen Teil zur meiner Gesundheit (und dem Versuch nicht zu zunehmen) beisteuere. Ich versuche definitiv noch in das Cheerleaderteam zu kommen, auch wenn ich gehört habe, dass man vorher ein Camp in den Sommerferien für Cheerleader belegt haben muss. Damit war es auch mit meinen Kursen und die Schule konnte beginnen.
Eigentlich hätte die Schule an diesem Tag schon für mich angefangen, doch zum Einen waren meine Kurse noch nicht eingetragen, und zum Anderen hatte die Schule einige Probleme mit meinen Impfungen. Aus diesem Grund durfte ich noch einen Tag länger Zuhause bleiben. Wenn man die Impfungen nicht vorzeigen kann im Impfpass, muss man zu seinem Arzt gehen und alles nachimpfen lassen; so sind nun einmal die Gesetze hier. Aus diesem Grund (und tausend anderen Gründen) unterrichtet meine Gastmom meine Gastgeschwister Zuhause, so wie viele andere Elternteile. Am Montag sind wir ein viertes Mal zum Arzt gefahren, damit dieser die Papiere im richtigen Format ausdrucken kann und wir sie der Schule überreichen können.
Selbst meine Gastmutter war sauer. Nicht auf mich, aber auf den Arzt. Mein Gastvater hat alle Menschen sogar als "bescheuert" und "total verrückt" bezeichnet. Nachdem aber jeder Papierkram fertig war, konnte am Dienstag endlich die Schule beginnen.
Um meine Gefühle genau beschreiben zu können, braucht man nicht viel: Angst und PP – PanikPinkeln. Nachdem ich meinen Stundenplan abgeholt habe, musste ich meine Klasse finden. In der ersten Stunde habe ich Sport. Bevor man jedoch Unterricht hat, schaut man sich auf einen kleinen, flackernden Fernseher die News des Tages an.
Dort traf ich auf eine andere Austauschschülerin aus Frankreich. Sie war ebenfalls total verängstigt und wusste auch nicht weiter. In der ersten Woche tut man meistens gar nichts während der Sportstunden – man bekommt höchstens erklärt, welche Sachen man tragen darf und welche nicht. In Sport gilt die goldene Regel; weißes oder graues T-Shirt und eine blaue oder schwarze Hose. Nachdem die erste Stunde überlebt war, konnte es gleich weitergehen mit dem Überlebenstraining.
Die nächste Stunde war 'Kreatives Schreiben'. Meine Lehrerin, Mrs. Gabay, ist unglaublich nett. Sie hat mir sofort gesagt, was ich brauchen würde. Dieser Kurs beschäftigt sich hauptsächlich mit künstlerischen Sachen, Gedichte schreiben und über uns selbst diskutieren. Ab Montag werden wir ein tägliches Tagebuch schreiben und können uns unser Thema selbst aussuchen. Ich fühle mich zwar unwohl, aber ich versuchte einfach das Beste daraus zu machen.
Da ich in den höheren Klassen in Biologie und Englisch bin, war dieser Teil meines ersten Tages sehr, sehr kompliziert. Ich habe beide Kurse mit 11 und 12 Klässlern, natürlich besuchen unter anderem 10 Klässler und Freshmen, sogenannte 9-Klässler, manche meiner Kurse. Das Gefühl einfach nur da sitzen zu können und nichts zu verstehen, ist schrecklich. Und ich meine wirklich schrecklich. Biologie war einfach nur eine andere Sprache, aber nicht einmal ein Wort konnte ich indentifizieren. Nachdem die Stunde zu Ende ging, kam meine Lehrerin zu mir und fragte mich, wie es mir ginge. Ich habe ihr die Wahrheit gesagt, da ich total verloren war. Sofort hat sie sich meine Emailadresse aufgeschrieben und mir den Stoff nach Hause geschickt, damit ich für den Test, der nächste Woche ansteht, lernen kann. Dies würde man niemals von deutschen Lehrern erwarten. An sich war jeder Lehrer wirklich nett zu mir und ich konnte mich nicht beschweren, denn eine bessere Verpflegung gibt es einfach nicht.
Mathe (Geometrie) war ein totales Disaster. Ich konnte zwar jeder einzelnen Zeile perfekt folgen, doch ich kam um die halbe Stunde zu spät. Ich habe mich sofort entschuldigt. Das Problem war, was inzwischen jedoch geklärt ist, dass mir niemand gesagt hat, wann meine Pause beginnt. Man hat zwei verschiedene Pausen, A und B. In meinem Fall habe ich B, da ich in einem anderen Gebäude bin. Die Lehrerin war mir nicht einmal böse, sondern hat mich sogar ausgefragt, ob es mir wirklich gut ginge und aus welchem Land ich denn komme.
Nachdem ich auch diese Stunde irgendwie überstanden hatte, stand meine nächste Stunde, Welt Geschichte, an. Genau dort hat mein Lehrer das Fass zum Überlaufen gebracht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich nett die Lehrer hier sind. Ich meine nicht damit, dass unsere Lehrer in Deutschland schlecht wären, es ist einfach nur eine andere Atmosphäre. Anstatt mich zu ignorieren, oder mich rauszuschicken, da ich ein paar Minuten zu früh kam, nannte mich mein Lehrer "Honey" oder "Sweetie". Das tun die meisten Lehrer hier.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Freunde gefunden. Vielleicht lag es daran, dass es mein erster Tag in der amerikanischen Schule war, aber die Schüler hier scheinen so gar nicht an einen Austauschschüler interessiert zu sein. Manche sind wirklich arrogant und begutachten dich, als wärst du etwas Schlechteres. Nur mit Mühe konnte ich mich zusammenreißen.
Meine nächste und somit auch letzte Stunde war Piano. Es ist ein großer Raum mit bloß einem Klavier, aber im Hinterraum sind 22 weitere Keyboards versteckt. Und genau dort, an diesem Ort und in diesem Kurs, den ich eigentlich nicht gewählt hatte, und auch nicht wollte, fand ich meine ersten Freunde. Alyssa und David. Nachher kam auch noch Noah dazu, der sich neben mich setzte. Nach der Schule gingen meine Hostmom und ich einkaufen, um all möglichen Kram zu kaufen. Im Endeffekt bezahlte ich 30 $ für alle Papiere und Ordner.
Als ich jedoch bei den Hausaufgaben saß, konnte ich nicht mehr. Ich war so unglaublich einsam. Ich habe nicht meine Familie vermisst, jedoch meine Freunde. Es ist vielleicht schwer vorstellbar, doch wenn ihr an einer neuen Schule seid, an welcher ihr natürlich keinen kennt, eure Kurse nur zur Hälfte wisst und auch nur einen kleinen Teil davon versteht, verzweifelt ihr. Noch dazu war ich noch mehr deprimiert, da ich keine richtigen Freunde gefunden hatte. Zwar schrieb mir David noch am Abend, ich solle mir keine Gedanken machen, aber da war es schon zu spät. Ich war wirklich in Tränen ausgebrochen. Es war einfach so viel Stress an einem Tag, dass mir alles wehtat und ich so schnell es ging ins Bett wollte, um die Stunden hinter mich zu bringen. Es ist alles so anders. Die Uhrzeiten, der Lunch (das Mittagessen), die Menschen, die Lehrer, die Klassen. In jeder Klasse hat jeder Lehrer ein eigenes, kleines Pult, als wäre diese oder dieser ein Präsident. Und überall hängen amerikanische Fahnen.
Sogar die Stufen haben eigene, verschiedene Namen!
Übersicht zu den Stufen;
- Seniors –
Schüler aus der 12 Stufe
- Juniors –
Schüler aus der 11 Stufe
- Sophomore –
Schüler aus der 10 Klasse
- Freshmen –
Schüler aus der 9 Klasse
Natürlich habe ich gehofft, dass die nächsten Tage besser werden. Und das werden sie. Zu 100 %.
Überraschung!
Am morgen darauf, am Mittwoch, hat sich ein Freund meinen Stundenplan angesehen. Ich bin gar kein Sophomore, eine Schülerin der 10 Klasse, sondern ein Junior, eine Elftklässlerin – so wie ich es wollte. Im Verlauf der ersten Stunde bin ich deshalb auch wie ein Hase durch die Gegend gesprungen und habe meine französische Austauschschülerin halbwegs zu Tode gequaselt. Auch verlief der zweite Tag an meiner neuen Schule ganz, ganz anders. Die Menschen waren viel netter und ich habe viele Personen kennengelernt. Zu Lunch saß ich sogar mit einem Senior und Alyssa in der Cafeteria. In Sport traff ich auf weitere Schülerinnen und in Weltgeschichte sitze ich nun neben Lillian.
Ich bin dabei eine richtige High School Schülerin – eine Shark – zu werden und mich in meine High School zu verlieben, denn der Tag hat mir gezeigt, dass es so wundervolle Tage geben kann, wie man es sich nur selten vorstellt. Ich konnte sogar die Lehrer mit ihrem viel zu schnellen Sätzen verstehen!
Ganz liebe amerikanische Grüße,
Lia
Ps.: Falls ihr Fragen habt, bitte schickt sie mir an austausch14@gmail.com – ich hatte vor ein kleines Video zum Einwöchigen zu drehen, aber da mir niemand Fragen stellt, bin ich verloren! Facebook, WhatsApp sind auch möglich. ;)
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